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	<title>Tipps zur Pferdegesundheit</title>
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	<description>Dr. Sandra Löckener</description>
	<lastBuildDate>Sun, 27 Sep 2026 17:18:58 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Tipps zur Pferdegesundheit</title>
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		<title>Pferd inhalieren: Wann es sinnvoll ist, womit und wie lange</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-inhalieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PowerPferd]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 16:34:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Pferd zu inhalieren kann sinnvoll sein, aber nicht jedes Pferd mit Husten braucht eine Inhalation, und kaum ein Pferd braucht die Inhalation auf Dauer. Dr. Sandra Löckener, Expertin für Pferdegesundheit mit eigenem Reha-Betrieb, lässt ein Pferd nur mit klarem Grund und klarem Enddatum inhalieren. In Sandras Reha-Betrieb hat noch keine Inhalationskur länger als drei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Pferd zu inhalieren kann sinnvoll sein, aber nicht jedes Pferd mit Husten braucht eine Inhalation, und kaum ein Pferd braucht die Inhalation auf Dauer.</p>
<p>Dr. Sandra Löckener, Expertin für Pferdegesundheit mit eigenem Reha-Betrieb, lässt ein Pferd nur mit klarem Grund und klarem Enddatum inhalieren. In Sandras Reha-Betrieb hat noch keine Inhalationskur länger als drei Wochen gedauert.</p>
<h2>Das Wichtigste in Kürze</h2>
<ul>
<li>Eine Inhalation kommt vor allem infrage, wenn sich die Lunge leichter von Staub, Pollen oder Keimen reinigen soll oder wenn dein Pferd zähen, festsitzenden Schleim hat.</li>
<li>Zur Reinigung nimmt Sandra eine 0,9-prozentige Kochsalzlösung, bei zähem Schleim eine Sole mit höchstens 3 Prozent, wenn das Pferd mit Maske inhaliert.</li>
<li>Solange in der Lunge Entzündungen vermutet werden oder die Schleimhäute gereizt sind, rät Sandra von Sole ab.</li>
<li>Eine Inhalationskur dauert bei Sandra höchstens drei Wochen, weil der Körper nach zwei bis drei Wochen gegensteuert und der Effekt der Inhalation nachlässt.</li>
<li>Am tiefsten atmet ein Pferd, wenn es entspannt steht, und deshalb inhaliert ein Pferd mit Maske am besten im Stand.</li>
</ul>
<h2>Wann ist es sinnvoll, ein Pferd zu inhalieren?</h2>
<p>Sinnvoll ist eine Inhalation, wenn du benennen kannst, was die Inhalation bei deinem Pferd erreichen soll. Aus Sandras Erfahrung gibt es zwei typische Anlässe, dazu kommen Medikamente, die der Tierarzt zum Inhalieren verordnet.</p>
<p><strong>Der erste Anlass ist die Reinigung.</strong> Dein Pferd atmet ständig Partikel ein, zum Beispiel Staub, wenn der Paddock im Sommer staubig ist, Pollen oder Keime, wenn in einer größeren Stallanlage ein Infekt umgeht.</p>
<p>Diese Partikel landen auf einem feinen Feuchtigkeitsfilm, der die Lungenoberfläche überzieht, und normalerweise transportiert die Lunge die Partikel von selbst wieder ab. Eine Inhalation bringt für eine gewisse Zeit zusätzliche Feuchtigkeit in die Atemwege.</p>
<p>Sandra vergleicht die zusätzliche Feuchtigkeit mit einer Wasserrutsche, „nur vielleicht ohne Schwung&#8220;. Ist der Feuchtigkeitsfilm etwas größer, kann die natürliche Selbstreinigung der Atemwege leichter ablaufen.</p>
<p><strong>Der zweite Anlass ist zäher oder festsitzender Schleim.</strong> Wird dein Pferd diesen Schleim absehbar nicht gut selbst los, kommt eine stärker konzentrierte Salzlösung infrage, die die Atemwege bewusst mehr reizt und darauf abzielt, dass sich zähes Sekret leichter abtransportieren lässt.</p>
<p>Und wann fängt Sandra mit dem Inhalieren an? In Sandras Reha-Programm Atempower werden zuerst die Reize aus Heu, Einstreu und Stallluft entfernt, und bei manchen Pferden klingen die Symptome allein durch diese Veränderung schon ab.</p>
<p>Bei anderen Pferden, vor allem wenn die Atemwegserkrankung schon länger besteht, beginnt Sandra an dieser Stelle mit einer vorübergehenden Inhalation, um die Regeneration zu unterstützen.</p>
<h2>Braucht jedes Pferd mit Husten einen Inhalator?</h2>
<p>Nein, nicht jedes Pferd mit Husten braucht einen Inhalator, und oft kommen andere Anwendungen für dasselbe Ergebnis infrage. Trotzdem halten viele Besitzerinnen den Inhalator für eine der wichtigsten Anschaffungen und glauben, dass ihr Pferd ab jetzt dauerhaft inhalieren muss.</p>
<p>In Sandras Atempower-Community gehört der Inhalator deshalb zu den teuren Geräten, die regelmäßig wieder verkauft werden. Die Selbstreinigung der Pferdelunge funktioniert nämlich erstaunlich gut.</p>
<p>Hast du schon einmal bei einer Lungenspiegelung zugesehen, bei der eine Spülprobe genommen wird? Die Flüssigkeit, die die Lungenzellen überzieht, sieht aus wie Wasser mit etwas Spülmittel, wie gemacht, um eine Oberfläche gründlich zu reinigen.</p>
<p>Sandra zieht aus dieser Beobachtung einen klaren Schluss: „Es gibt kein Inhalat der Welt, das wir reinbringen können, das besser geeignet ist als das, was der Organismus selbst herstellen kann.&#8220;</p>
<h2>Welches Mittel zum Inhalieren beim Pferd?</h2>
<p>Die Basis ist bei Sandra eine 0,9-prozentige Kochsalzlösung, bei zähem, festsitzendem Schleim kommt Sole infrage, und Medikamente gibt es nur, wenn der Tierarzt ein Medikament verordnet.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Inhalat</th>
<th>Anlass</th>
<th>Worauf du achtest</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Kochsalzlösung 0,9 Prozent</td>
<td>Reinigung und Befeuchtung der Atemwege</td>
<td>als Kur meist ein bis zwei Wochen, höchstens drei</td>
</tr>
<tr>
<td>Sole bis 3 Prozent mit Maske</td>
<td>zäher, festsitzender Schleim</td>
<td>reizt stärker, höchstens drei Wochen am Stück, nicht bei gereizten Schleimhäuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Medikamente</td>
<td>nach Verordnung</td>
<td>Wirkstoff und Menge legt der Tierarzt fest</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Kochsalzlösung mit 0,9 Prozent</h3>
<p>Die 0,9-prozentige Kochsalzlösung heißt auch physiologische Kochsalzlösung, abgekürzt NaCl, weil ihre Konzentration dem physiologischen Wert im Körper entspricht.</p>
<p>Sandra beginnt oft mit der Kochsalzlösung, beobachtet das Pferd und fragt sich dann: „Was brauche ich noch on top? Oder brauche ich überhaupt noch etwas on top?&#8220; Manchmal reicht die zusätzliche Befeuchtung schon, damit das Sekret flüssiger wird.</p>
<h3>Sole mit bis zu 3 Prozent</h3>
<p>Reicht die Kochsalzlösung bei festsitzendem Schleim nicht aus, arbeitet Sandra mit Sole, also mit einer stärker konzentrierten Salzlösung. Gute Erfahrungen hat Sandra mit einer dreiprozentigen Sole gemacht, die ungefähr der Salzkonzentration von Meeresluft entspricht.</p>
<p>Mit einer Maske sind 3 Prozent für Sandra das Maximum, in einer Inhalationskammer werden je nach Gerät höhere Konzentrationen verwendet. Länger als drei Wochen am Stück setzt Sandra Sole nicht ein, weil stärkere Salzlösungen die Atemwege stärker reizen.</p>
<p>Manche Pferde zeigen dir deutlich, dass ihnen die Sole nicht guttut. Solche Pferde werden unruhig, fühlen sich sichtbar unwohl oder zeigen mehr Entzündungsreaktionen, und diese Reaktionen sind ein Hinweis, dass die Konzentration zu stark ist.</p>
<p>Wie du die Lösung ansetzt und welche Menge dein Pferd pro Durchgang bekommt, klärst du mit deinem Tierarzt oder in einer Beratung.</p>
<h3>Medikamente zum Inhalieren</h3>
<p>Auch Medikamente lassen sich inhalieren, und über die Inhalation gelangt der Wirkstoff direkt in die Atemwege. Welches Medikament dein Pferd in welcher Menge bekommt, verordnet der Tierarzt.</p>
<p>Gegen Kortison solltest du dich nach Sandras Rat nicht von vornherein sperren, weil Sandra viele Pferde erlebt hat, denen es mit Kortison deutlich besser ging. Die Diagnose equines Asthma heißt aus Sandras Sicht aber nicht automatisch, dass ein Pferd lebenslang Kortison inhalieren muss.</p>
<p>Einen Überblick über die Möglichkeiten rund um Medikamente, Haltung und Bewegung findest du im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/">Was bei equinem Asthma infrage kommt</a>.</p>
<h2>Wann solltest du dein Pferd nicht mit Sole inhalieren?</h2>
<p>Von Sole rät Sandra ab, solange in der Lunge noch Entzündungen vermutet werden oder die Schleimhäute gereizt sind. Hinweise auf solche Entzündungen kann eine Lungenspiegelung beim Tierarzt liefern, die Bronchoskopie, oder ein Blutbild.</p>
<p>Sandra sagt es ganz klar: „Salz in eine Wunde, das wirkt auf jeden Fall nicht förderlich.&#8220; Eine Sole kann das Abheilen gereizter Schleimhäute aufhalten oder die Reizung sogar verstärken, und das passiert nach Sandras Erfahrung sehr regelmäßig.</p>
<p>Eine Atempower-Kundin erzählt in Sandras Podcast genau von diesem Fall. Beim Pferd der Kundin zeigte die Lungenspiegelung kaum Schleim, aber stark gereizte, teilweise aufgerissene Schleimhäute, und von weiterer Sole-Inhalation wurde der Kundin abgeraten.</p>
<p>Vor jeder Inhalation wägt Sandra deshalb ab, was die Lunge im Moment braucht:</p>
<ul>
<li>eine sanfte Reinigung mit Kochsalzlösung,</li>
<li>eine bewusst stärkere Reizung mit Sole, weil der Schleim sehr zäh ist,</li>
<li>oder gar keine Reizung, weil die Lunge gerade Ruhe braucht.</li>
</ul>
<h2>Wie lange sollte man ein Pferd inhalieren?</h2>
<p>Als Kur inhaliert Sandra meist eine Woche, manchmal zehn Tage oder zwei Wochen und im Ernstfall drei Wochen, auch bei Pferden mit sehr festsitzendem Schleim und heftigen Infekten.</p>
<p>Und warum nicht länger? Der Organismus weiß sehr genau, wie viel Feuchtigkeitsfilm die Lungenschleimhaut braucht, und dieses Gleichgewicht heißt Homöostase.</p>
<p>Bringst du jeden Tag zusätzliche Flüssigkeit in die Lunge, steuert der Körper nach Sandras Erfahrung nach etwa zwei bis drei Wochen gegen und reduziert den eigenen Flüssigkeitstransport in die Lunge. Ab diesem Zeitpunkt lässt der Effekt der Inhalation ohnehin nach.</p>
<p>„Ich halte die Inhalation nicht für eine Wellnessmethode&#8220;, sagt Sandra, und deshalb hat jede Inhalation bei Sandra ein Ziel und ein Enddatum.</p>
<p>Zeigt eine Inhalation nach dieser Zeit nicht das, was die Inhalation erreichen sollte, lohnt ein zweiter Blick auf das Inhalat, die Durchführung und die Menge.</p>
<h3>Wie oft am Tag sollte ein Pferd inhalieren?</h3>
<p>Der Effekt einer Inhalation hält nach Sandras Erfahrung ungefähr vier Stunden an. Inhalierst du einmal am Tag, bleiben also rund 20 Stunden ohne diesen Effekt, und wie oft eine Inhalation sinnvoll ist, gehört deshalb in einen individuellen Plan.</p>
<p>In sehr schweren Fällen mit festsitzendem Schleim inhaliert Sandra in ihrem Reha-Betrieb teilweise alle vier Stunden, auch nachts und über mehrere Tage.</p>
<p>Im eigenen Stall ist ein solcher Rhythmus oft nicht machbar, und das ist einer der Gründe, warum manche Pferde vorübergehend in eine Reha gehen.</p>
<h3>Wie lange dauert ein einzelner Durchgang?</h3>
<p>Die Dauer eines Durchgangs hängt davon ab, wie viel Flüssigkeit das Gerät pro Minute vernebelt und wie viel Inhalat im Becher ist.</p>
<p>In Sandras Lernvideo braucht ein Ultraschallgerät bei einem kleinen Pferd etwa 20 Minuten für 50 Milliliter. Diese Angabe gilt für dieses eine Gerät und ist keine Mengenempfehlung für dein Pferd.</p>
<h2>Welches Inhalationsgerät eignet sich für Pferde?</h2>
<p>Entscheidend ist die Größe der vernebelten Teilchen, und diese Teilchen sollten kleiner als fünf Mikrometer sein. Teilchen dieser Größe sind lungengängig, sie kommen also tief in der Lunge an, während sich größere Teilchen schon in den vorderen Atemwegen ablagern.</p>
<p>Die feinen Teilchen erzeugen Geräte mit unterschiedlicher Technik:</p>
<ul>
<li><strong>Ultraschallvernebler</strong> versetzen die Flüssigkeit in Schwingung und zerstäuben die Flüssigkeit so in feine Teilchen.</li>
<li><strong>Geräte mit Piezo-Effekt</strong> sieben die Flüssigkeit durch eine schwingende Membran. Außerdem gibt es Geräte mit sogenannter Mesh-Technologie.</li>
<li><strong>Kompressorgeräte</strong> arbeiten mit Druckluft, die durch das Inhalat strömt und das Inhalat zu kleinen Tröpfchen vernebelt.</li>
<li><strong>Dosieraerosole</strong> mit einem Aufsatz für die Nüster sind vor allem dann eine Option, wenn der Tierarzt ein Medikament verordnet hat, und sparen Zeit.</li>
</ul>
<p>Außerdem entscheidest du, ob dein Pferd mit einer Maske über den Nüstern inhaliert oder den Nebel in Box oder Pferdeanhänger einatmet. Auch Akku oder Kabel und Schlauch oder schlauchlos sind eine Frage der Handhabung.</p>
<p>Bei der Qualität macht Sandra keinen großen Unterschied. Sandra hatte alle gängigen Inhaliergeräte, die unter fünf Mikrometern vernebeln, schon im Einsatz, und alle Geräte haben den gewünschten Effekt erzielt.</p>
<p>Die Wahl ist deshalb vor allem eine Frage des Komforts. Bevor du ein Gerät kaufst, lohnt sich aber die Frage, ob du dein Pferd überhaupt inhalieren musst.</p>
<h2>Wie kann ich mein Pferd inhalieren, damit es entspannt bleibt?</h2>
<p>Am besten inhaliert dein Pferd ruhig und im Stand, nachdem es in kleinen Schritten an das Inhalieren gewöhnt wurde. Ist das Pferd entspannt, ist auch die Atemmuskulatur entspannt, und der Gasaustausch in der Lunge funktioniert am besten.</p>
<ol>
<li><strong>Nimm dir Zeit für die Gewöhnung.</strong> Nur selten klappt es, einem Pferd die Maske überzustülpen und sofort 20 Minuten zu inhalieren. Verbindet ein Pferd das Inhalieren einmal mit Stress, lässt sich diese Verknüpfung nur schwer wieder auflösen.</li>
<li><strong>Lass dein Pferd im Stand inhalieren.</strong> Sandra hat auf dem Laufband untersucht, ob Pferde in Bewegung tiefer atmen, und Pferde atmen in Bewegung nicht besonders tief. Und weißt du, wann ein Pferd am tiefsten atmet? Am tiefsten atmet ein Pferd, wenn es komplett entspannt steht.</li>
<li><strong>Regle die Luftzufuhr Schritt für Schritt.</strong> Bei Masken mit regulierbarer Luftzufuhr beginnst du mit offener Luftzufuhr und schließt die Luftzufuhr nach und nach, solange dein Pferd entspannt bleibt, bei Unruhe öffnest du wieder etwas. Erst wenn die Luftzufuhr ganz geschlossen ist, atmet dein Pferd nur noch Inhalat ein.</li>
<li><strong>Achte auf Gerät und Schlauch.</strong> Das Gerät steht idealerweise etwa auf Brusthöhe des Pferdes, und der Schlauch sollte weder verdreht noch stark aufgewickelt sein. Setzt sich Flüssigkeit im Schlauch ab, hebst du den Schlauch kurz an.</li>
<li><strong>Plane das Drumherum mit.</strong> Sandra kombiniert den Inhalationsprozess mit Bewegung, mit Fressen in tiefer Kopfhaltung und mit Trinkpausen. Aus der Beobachtung, welche Kombination zu deinem Pferd passt, entsteht ein Inhalierplan.</li>
</ol>
<blockquote>
<p>„Ihr Pferd hat equines Asthma und sie müssen 2x täglich inhalieren.&#8220; Diese kurze Aussage und eine Tüte voller Medikamente waren die letzten Worte der Tierärzte. (…) Im Rahmen des Atempowerprogramms wurde mir von Sandra ein Inhalationsplan angefertigt. Durch Sandras Plan weiß ich, wann ich wie reagieren muss.<br />
Besitzerin von Nexus</p>
</blockquote>
<p><em>Erfahrungsbericht einer Kundin aus der Atempower-Begleitung, veröffentlicht mit ihrer Zustimmung. Jedes Pferd ist anders, und ein vergleichbarer Verlauf lässt sich niemandem zusagen.</em></p>
<p>Hast du schon einen Inhalator im Stall, bist aber unsicher, welches Inhalat passt oder ob deine Durchführung stimmt? Dann ist eine <a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">persönliche Beratung bei Sandra</a> der passende nächste Schritt, abgestimmt auf die aktuelle Situation deines Pferdes.</p>
<h2>Was kommt vor dem Inhalieren?</h2>
<p>Bevor Sandra ein Pferd inhalieren lässt, entfernt Sandra die Reize aus Heu, Einstreu und Stallluft, damit die Atemwege nicht ständig neu gereizt werden. </p>
<p>Eine Inhalation kann dein Pferd in einer bestimmten Phase unterstützen, ersetzt aber nicht den Blick auf Futter und Haltung. Wie du Futter und Haltung einrichtest, liest du im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">Fütterung und Haltung bei equinem Asthma</a>.</p>
<p>Viele Besitzerinnen, die zu Sandra kommen, inhalieren täglich, bedampfen Heu, füttern Kräuter und geben Schleimlöser. Oft reduziert Sandra diese Maßnahmen erst einmal deutlich, weil nicht jede Maßnahme zu dem Punkt passt, an dem ein Pferd gerade steht.</p>
<p>Wie du den Stand deines Pferdes einschätzt, erklärt der Beitrag zu den <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/">Stadien von equinem Asthma</a>. Die Grundlagen zum Krankheitsbild findest du unter <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-beim-pferd/">Equines Asthma beim Pferd</a>.</p>
<p><strong><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwegs-phasen-check-pferd/">Mach den kostenlosen Phasen-Check für dein Pferd →</a></strong></p>
<h2>Welche Fragen zum Inhalieren beim Pferd kommen am häufigsten?</h2>
<h3>Welches Mittel zum Inhalieren beim Pferd ist das richtige?</h3>
<p>Das richtige Inhalat hängt vom Ziel ab und davon, ob die Schleimhäute gerade gereizt sind. Zur Reinigung nimmt Sandra Kochsalzlösung mit 0,9 Prozent, bei zähem Schleim Sole mit höchstens 3 Prozent.</p>
<h3>Wie viel Kochsalzlösung inhalieren Pferde?</h3>
<p>Die Menge pro Durchgang hängt vom Gerät und vom Pferd ab, und die Menge klärst du mit deinem Tierarzt oder in einer Beratung. Die Konzentration liegt bei 0,9 Prozent, und eine Kur dauert bei Sandra höchstens drei Wochen.</p>
<h3>Was wirkt schleimlösend beim Pferd?</h3>
<p>Infrage kommen physiotherapeutische Maßnahmen, eine Inhalation oder ein gefütterter Schleimlöser vom Tierarzt, und welche Maßnahme passt, zeigt zuerst der Schleim selbst.</p>
<p>Ist der Schleim aus der Nase flüssig, klar oder milchig, hat die Selbstreinigung der Lunge die Lage oft gut im Griff. Ist der Schleim zäh, puddingartig oder gelb, kann es sein, dass die Lunge Unterstützung braucht.</p>
<p>Ein gefütterter Schleimlöser kann den Magen reizen und eine Inhalation mit Sole die Lunge, und deshalb muss die Wahl zur Gesamtsituation deines Pferdes passen.</p>
<h3>Was kann ich tun, wenn mein Pferd hustet und Schleim hat?</h3>
<p>Beobachte zuerst, wie der Schleim aussieht und wie lange der Husten schon besteht, und lass die Ursache beim Tierarzt abklären. Der größte Teil des Schleims wird abgeschluckt, und wenig Nasenausfluss heißt deshalb nicht automatisch wenig Schleim.</p>
<p>Woran du erkennst, ob hinter dem Husten mehr steckt, liest du in den Beiträgen <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwege/">Pferd hustet</a> und <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-symptome/">Symptome von equinem Asthma</a>.</p>
<h3>Muss ein Pferd mit equinem Asthma lebenslang inhalieren?</h3>
<p>Nach Sandras Erfahrung muss kaum ein Pferd langfristig inhalieren, wenn das Pferd gut eingestellt ist. Längerfristig schleimlösende Unterstützung brauchten bei Sandra bisher vier von knapp 400 Pferden, weil bei diesen Pferden die Selbstreinigung der Lunge dauerhaft gestört war.</p>
<h3>Kann man ein Pferd auch ohne Maske inhalieren?</h3>
<p>Ja, bei der sogenannten Rauminhalation verteilt ein Gerät den Nebel in einer Box oder in einem Pferdeanhänger. Auch in Box oder Hänger braucht dein Pferd eine ruhige Gewöhnung, weil manche Pferde einen geschlossenen Raum voller Nebel anfangs unangenehm finden.</p>
<h2>Wer steht hinter diesem Beitrag?</h2>
<p>Dr. Sandra Löckener ist promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Sandra hat an einer veterinärmedizinischen Fakultät geforscht, leitet seit über zehn Jahren einen eigenen Reha-Betrieb und arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden.</p>
<p>Über 800 Pferde hat Sandra begleitet, und die Inhalationspläne in der Atempower-Begleitung schreibt Sandra selbst.</p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →</a></strong></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pferd mit Asthma reiten: Wie viel Bewegung tut gut?</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-mit-asthma-reiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PowerPferd]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 16:34:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob du ein Pferd mit Asthma reiten kannst, hängt vom Stadium und von der Belastbarkeit deines Pferdes ab. Angepasste Bewegung ist bei equinem Asthma ein fester Teil des Wegs, nur fällt die passende Menge am Anfang oft kleiner aus, als du denkst. Das Wichtigste in Kürze Ein Pferd mit equinem Asthma kann nach Sandras Erfahrung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-mit-asthma-reiten/">Pferd mit Asthma reiten: Wie viel Bewegung tut gut?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de">Tipps zur Pferdegesundheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob du ein Pferd mit Asthma reiten kannst, hängt vom Stadium und von der Belastbarkeit deines Pferdes ab. Angepasste Bewegung ist bei equinem Asthma ein fester Teil des Wegs, nur fällt die passende Menge am Anfang oft kleiner aus, als du denkst.</p>
<h2>Das Wichtigste in Kürze</h2>
<ul>
<li>Ein Pferd mit equinem Asthma kann nach Sandras Erfahrung selbst im schweren Stadium wieder belastbar werden, ob Reiten heute schon passt, lässt sich aber nur am einzelnen Pferd einschätzen.</li>
<li>Pferde mit einer Atemwegserkrankung belüften ihre Lunge oft nicht ausreichend, und ein passender Bewegungsreiz kann unterstützen, dass die Lunge wieder stärker belüftet wird.</li>
<li>Sinnvoll ist Bewegung für ein Pferd mit Asthma nach Sandras Erfahrung dann, wenn die Atemfrequenz leicht ansteigt und sich im Stehen wieder beruhigt.</li>
<li>Bleibt die Atemfrequenz nach der Arbeit noch lange erhöht, war die Bewegung für das Pferd nach Sandras Erfahrung zu viel.</li>
<li>Bei einem frischen Infekt oder bei Atemnot schon in Ruhe ist zuerst der Tierarzt gefragt, bevor ein Pferd mit Husten bewegt wird.</li>
</ul>
<h2>Kann man ein Pferd mit Asthma reiten?</h2>
<p>Grundsätzlich ja, aber nicht jedes Pferd sofort und nicht in jedem Stadium. Nach Sandras Erfahrung kann selbst ein Pferd mit schwerem equinem Asthma, früher dämpfig genannt, wieder belastbar werden.</p>
<p>Bevor es losgeht, bittet Sandra ihre Kundinnen, gemeinsam einzuschätzen, wie bewegungsfähig und wie belastbar das Pferd im Moment ist. Manchmal passt Reiten schon, manchmal braucht ein Pferd erst einmal eine sanftere Bewegung.</p>
<p>Einen groben Anhaltspunkt gibt das Stadium. Je stärker ein Pferd betroffen ist, desto kleiner ist der Spielraum für Belastung.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Stadium</th>
<th>Woran du es oft erkennst</th>
<th>Spielraum für Bewegung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>mild</td>
<td>Husten vor allem beim Antraben, in Ruhe unauffällige Atmung</td>
<td>am größten</td>
</tr>
<tr>
<td>mittelschwer</td>
<td>das Pferd braucht nach der Belastung länger, um sich zu erholen</td>
<td>kleiner</td>
</tr>
<tr>
<td>schwer</td>
<td>richtige Atemnot und anfallsartige Verschlechterungen</td>
<td>am kleinsten</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wo dein Pferd gerade steht, kannst du auf der Seite zu den <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/">Stadien von equinem Asthma</a> einordnen.</p>
<h2>Warum ist Bewegung bei equinem Asthma so wichtig?</h2>
<p>Bewegung kann ein Pferd dazu anregen, seine Lunge wieder mehr zu nutzen. Pferde mit einer Atemwegserkrankung benutzen ihre Atemwege und vor allem die Lunge oft nicht ausreichend.</p>
<p>Selbst wenn Husten und Nasenausfluss schon vorbei sind, dauert es oft noch eine ganze Zeit, bis sich die einzelnen Zellen in der Lunge regenerieren.</p>
<p>Ein passender Bewegungsreiz kann unterstützen, dass dein Pferd die Lunge wieder stärker belüftet. Eine besser belüftete Lunge wird nach Sandras Erklärung auch stärker durchblutet, und die stärkere Durchblutung kann die Regeneration unterstützen.</p>
<p>Lungensport oder Lungentraining beim Pferd heißt bei Sandra deshalb, die Atmung durch Bewegung gezielt anzuregen, ohne das Pferd zu überfordern.</p>
<p>Neben der Lunge lohnt ein Blick auf die Atemmuskulatur. Beim atemwegserkrankten Pferd sind Brustkorb und Rippen oft ganz fest, fast wie ein Korsett, das beim Atmen kaum mitgenommen wird.</p>
<p>Auch das Zwerchfell, die große Muskelplatte zwischen Brust und Bauch, ist oft angespannt oder sogar verkrampft. Angepasste Bewegung kann unterstützen, dass die Atemmuskulatur geschmeidig und entspannt bleibt.</p>
<p>Übungen wie Stellung und Biegung, bei denen das Pferd Hals und Brustkorb zur Seite biegt, zielen darauf ab, die Muskulatur zwischen den Rippen zu mobilisieren.</p>
<p>In einem späteren Schritt lernt das Pferd, die Hinterbeine mehr unter den Körper zu setzen. Dieser Muskelaufbau zielt darauf ab, dass dein Pferd die Atemwege auch unter Belastung gut belüften kann.</p>
<p>Nicht selten ist die Muskulatur atemwegserkrankter Pferde zu schwach oder falsch aufgebaut, und auch eine solche Muskulatur kann die Atmung beeinträchtigen. Physiotherapie allein reicht dann oft nicht, es braucht zusätzlich ein gezieltes Bewegungsprogramm für den Muskelaufbau.</p>
<h2>Wie viel Bewegung tut einem Pferd mit Asthma gut?</h2>
<p>Am Anfang oft weniger, als Besitzerinnen erwarten. Ohne Bewegungsreiz kann der Anstoß für die Regeneration fehlen, und mit zu viel Bewegung ist ein Pferd, das oft nicht ausreichend Luft bekommt, schnell überfordert.</p>
<p>Viele Besitzerinnen haben vorher schon sehr viel inhaliert, zugefüttert und bewegt. In Folge 31 ihres Podcasts erzählt Sandra, dass sie zu Beginn deshalb oft erst einmal reduziert.</p>
<p>Eine Kundin erzählt in derselben Folge, dass sich die Reduktion zuerst anfühlte wie „Wir machen jetzt mal gar nichts“. Sandra kennt diesen Moment gut, denn aus Sandras Sicht passiert in dieser Phase ganz viel Richtiges für das Pferd.</p>
<p>Sinnvoll ist Bewegung nach Sandras Erfahrung dann, wenn die Atemfrequenz, also die Zahl der Atemzüge pro Minute, immer wieder leicht ansteigt und sich im Stehen wieder beruhigt. Viel Trab und Galopp braucht ein Pferd mit Asthma für diesen Wechsel nicht.</p>
<p>Bei vielen Pferden beginnt die Bewegung deshalb im Schritt, im Wechsel mit Stehen. Pferde, deren Lunge weniger stark geschädigt ist, können auch gleich mit Trab oder Galopp beginnen.</p>
<p>Wie wenig am Anfang reichen kann, zeigt Sandra in ihrem Onlinekurs an einem Pferd, das viereinhalb Jahre lang eine Atemwegserkrankung hatte. Nach der Umstellung der Haltung, gewaschenem Heu und einer Inhalationskur zeigte das Pferd keinen Husten und keine Schleimbildung mehr.</p>
<p>Die Atemfrequenz in Ruhe lag aber noch bei 38 Atemzügen pro Minute und damit deutlich zu hoch. Und nun rate mal, wie viel Bewegung dieses Pferd brauchte, damit die Atmung spürbar anstieg… Zwei Minuten Schritt haben gereicht.</p>
<p>Danach blieb das Pferd stehen, bis die Atmung wieder beim Ruhewert angekommen war. Diesen Wechsel hat Sandra an dem Tag einige Male wiederholt, und mehr Bewegung brauchte dieses Pferd an dem Tag nicht.</p>
<p>Das Beispiel zeigt ein einzelnes Pferd und ist kein Plan zum Nachmachen. Wie viel Bewegung deinem Pferd guttut, hängt vom Stadium, von der Muskulatur und von der Tagesform ab.</p>
<p>Bei Pferden mit schwacher Muskulatur ist es nach Sandras Erfahrung am Anfang oft sinnvoller, öfter und kürzer zu bewegen, teilweise sogar mehrmals am Tag.</p>
<p>Neben Beruf und Familie ist so ein Rhythmus nicht immer machbar. Auch deshalb gehen manche Pferde eine Zeit lang in einen Reha-Betrieb, wie Sandra einen solchen Betrieb selbst seit über zehn Jahren leitet.</p>
<h2>Woran erkennst du, dass die Bewegung zu viel war?</h2>
<p>Das deutlichste Zeichen für zu viel Bewegung ist die Atmung nach der Belastung. Bleibt die Atemfrequenz noch lange nach dem Ende der Arbeit erhöht und atmet dein Pferd lange nach, war die Anforderung nach Sandras Erfahrung zu hoch.</p>
<p>Weitere Hinweise auf zu viel Belastung können sein:</p>
<ul>
<li>vermehrtes Schwitzen, auch an ungewohnten Körperstellen</li>
<li>ein verspannter Gang</li>
<li>ein Pferd, das beim Reiten stehen bleibt oder nicht weitergehen will</li>
</ul>
<h2>Wie misst du die Atemfrequenz bei deinem Pferd?</h2>
<p>Damit du Veränderungen überhaupt erkennst, brauchst du einen Vergleichswert in Ruhe. Sandra empfiehlt diesen Ablauf:</p>
<ol>
<li>Lass dein Pferd mindestens 30 Minuten lang stehen.</li>
<li>Zähle 30 Sekunden lang die Atemzüge.</li>
<li>Verdopple die gezählte Zahl, dann hast du die Atemzüge pro Minute.</li>
</ol>
<p>Für ein durchschnittliches Pferd nennt Sandra in Ruhe ungefähr zwölf Atemzüge pro Minute, bei einem Pony sind 25 völlig normal. Je kleiner das Pferd, desto mehr Atemzüge pro Minute sind normal.</p>
<p>Mach außerdem am besten immer wieder dasselbe Bewegungsprogramm. So siehst du, ob sich die Atmung verändert, und kannst besser einschätzen, ob an einem Tag vielleicht Temperatur oder Pollenflug mitspielen.</p>
<p><strong><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwegs-phasen-check-pferd/">Finde im Phasen-Check heraus, wo dein Pferd gerade steht →</a></strong></p>
<h2>Pferd hustet beim Reiten: Ist das normal?</h2>
<p>Husten beim Antraben hält man leicht für normal, und das ist verständlich. Ein bisschen Husten beim Antraben kann aber zu den ersten, leisen Anzeichen von equinem Asthma gehören, oft zusammen mit gelegentlichem Nasenausfluss.</p>
<p>Warum fällt Husten beim Antraben so wenig auf? Die Pferdelunge hat eine große Reserve, an die man im Freizeitbereich normalerweise gar nicht herankommt.</p>
<p>Ein Pferd kann deshalb erstaunlich lange ausgleichen, und in den Atemwegen müssen schon deutliche Entzündungen oder Veränderungen vorhanden sein, bevor dir etwas auffällt.</p>
<p>Eine Besitzerin erzählt in Sandras Podcast, dass sie Husten beim Antraben bei Regen oder Kälte für ganz normal hielt. Später hing das Pferd der Besitzerin schon vor der Arbeit mit dem Kopf am Boden und presste sich den Husten angestrengt heraus.</p>
<p>Je länger ein Pferd unter Symptomen leidet, desto größer ist nach Sandras Erfahrung die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche Bereiche der Atemwege nicht mehr vollständig regenerieren. Sandra rät, nicht hysterisch zu werden, aber sofort die richtigen Schritte zu gehen.</p>
<p>Wie du harmlosen Husten von den Anzeichen für equines Asthma unterscheidest, liest du auf der Seite zu den <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-symptome/">Symptomen von equinem Asthma</a>. Warum ein Pferd überhaupt hustet, erklärt der Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwege/">Pferd hustet: was du tun kannst</a>.</p>
<h2>Soll man ein Pferd mit Husten bewegen?</h2>
<p>Ob du ein Pferd mit Husten bewegen solltest, hängt davon ab, woher der Husten kommt. Bei chronischem Husten wie bei equinem Asthma ist angepasste Bewegung ein fester Teil des Wegs, bei einem frischen Infekt oder Atemnot in Ruhe ist zuerst der Tierarzt gefragt.</p>
<p>Sandra teilt die Aufgaben klar auf. Der Tierarzt ist für Notfälle und die akute Situation zuständig, Sandra für die mittel- und langfristige Begleitung eines Pferdes mit chronischer Atemwegserkrankung. Einen Tierarzt ersetzt Sandra ausdrücklich nicht.</p>
<p>Ein paar Beobachtungen können dir helfen einzuschätzen, ob gerade etwas Akutes los ist:</p>
<ul>
<li>Bewegt sich beim Atmen fast nur der Bauch, während die Rippen kaum mitgehen, kann das ein Hinweis auf eine akute Entzündung sein, bei der die Lunge schmerzt, oder auf ein verkrampftes Zwerchfell.</li>
<li>Ein rasselndes Atemgeräusch kann auf Schleim in den Atemwegen hindeuten, ein pfeifendes oder rauschendes Geräusch auf verengte oder verkrampfte Atemwege.</li>
<li>Hat dein Pferd hörbar Mühe, Luft ein- oder auszuatmen, kann das ein Notfall sein, und dann ist der Tierarzt dein Ansprechpartner.</li>
</ul>
<p>Auch Sandra setzt ihre Handgriffe für Zwerchfell und Rippenmuskulatur erst ein, wenn die akute Phase abgeklungen ist und keine großen Entzündungen mehr in den Atemwegen sind.</p>
<p>Atmet ein Pferd schon in Ruhe schnell, bleibt für Bewegung wenig Spielraum. Sandra rät dann, die Atemfrequenz nur leicht anzuheben und gleich wieder eine Pause zu machen, damit sich die Atmung erholen kann.</p>
<h2>Worauf kannst du achten, wenn du ein Pferd mit Asthma reitest?</h2>
<h3>Staub auf dem Reitplatz und in der Halle</h3>
<p>Staub reizt die Atemwege eines atemwegserkrankten Pferdes, deshalb lohnt beim Reiten zuerst der Blick auf den Boden. Von einer unberegneten Reithalle, einem Paddock mit feinem Sand oder einer frisch gefegten Stallgasse würde Sandra ein Pferd mit gereizten Atemwegen fernhalten.</p>
<h3>Nasennetz beim Reiten</h3>
<p>Lässt sich Staub nicht vermeiden, etwa auf einem nicht ganz durchgewässerten Reitplatz oder an einem trockenen Tag im Gelände, kann ein Nasennetz am Trensenzaum einen Teil der Reize abhalten.</p>
<p>Durch ein Nasennetz bekommt dein Pferd etwas weniger Luft, und nicht jedes Pferd fühlt sich mit dem Netz sofort wohl. Beobachte dein Pferd und klappe das Nasennetz während der Bewegung ab und zu hoch. Weniger Reize in der Umgebung ersetzt ein Nasennetz aber nicht.</p>
<h3>Bodenarbeit zählt genauso</h3>
<p>Bewegung muss nicht immer geritten sein. Übungen wie Stellung und Biegung lassen sich vom Boden oder vom Sattel aus machen, und viele beginnen am Boden, weil sich das Pferd ohne Reiter leichter um die eigene Haltung kümmern kann.</p>
<p>Sandra achtet bei allen Übungen darauf, dass die Übungen freiwillig und ohne Druck passieren. Je losgelassener dein Pferd ist, desto besser gelingt die Dehnung.</p>
<h3>Keine perfekten Bedingungen nötig</h3>
<p>Vielleicht denkst du jetzt an deinen staubigen Reitplatz oder daran, dass du erst im Dunkeln in den Stall kommst. Sandra sagt ganz offen: „Ich habe noch keine einzige Situation erlebt, in der ich keine Lösung gefunden habe.“</p>
<p>Teure Ausrüstung oder ein perfekt ausgebildetes Pferd braucht es für angepasste Bewegung nicht.</p>
<h2>Wie kann der Weg zurück zur Bewegung aussehen?</h2>
<p>In Folge 31 ihres Podcasts spricht Sandra mit einer Besitzerin, deren Pferd zu Beginn stark hustete und dessen Lunge bei der Untersuchung mit dem Endoskop deutlich entzündet war.</p>
<p>Am Anfang konnte die Besitzerin ihr Pferd einen Tag lang bewegen und musste danach vier Tage Pause machen.</p>
<p>Heute bewegt die Besitzerin ihr Pferd fünf Tage am Stück, ob Reiten, Longieren, Bodenarbeit oder Spazierengehen, ohne dass Bauchatmung, starkes Ausatmen über die Nüstern oder Nasenausfluss auftreten.</p>
<p>Ganz ohne Husten ist das Pferd nicht, und die Besitzerin sagt das auch offen. Verändert hat sich, dass die Besitzerin inzwischen weiß, was zu tun ist, wenn ein schlechterer Tag kommt.</p>
<p>Außerdem bewegt die Besitzerin ihr Pferd nach eigenen Worten „nach Sandras Regeln“, also nicht weniger als früher, eher sogar länger, aber anders. Im Mittelpunkt steht heute, dass die Lunge sich nicht überanstrengt und die Muskulatur nicht verkrampft.</p>
<p><em>Erfahrungsbericht einer Kundin aus Sandras Podcast. Jedes Pferd ist anders, Verläufe unterscheiden sich, und ein vergleichbares Ergebnis lässt sich niemandem zusagen.</em></p>
<h2>Was braucht ein Pferd mit Asthma außer Bewegung?</h2>
<p>Ein Pferd mit Asthma braucht neben der Bewegung vor allem eine reizarme Umgebung. Damit sich die Atemwege regenerieren können, sollte nach Sandra alles, was die Atemwege reizt, aus der Umgebung des Pferdes verschwinden.</p>
<p>Wie du Heu, Einstreu und Stall für ein Pferd mit Asthma gestaltest, liest du auf der Seite zu <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">Fütterung und Haltung bei equinem Asthma</a>. Welche Möglichkeiten es insgesamt gibt und wie Medikamente einzuordnen sind, erklärt die Seite zur <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/">Behandlung von equinem Asthma</a>.</p>
<p>Die Grundlagen zum Krankheitsbild findest du im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-beim-pferd/">Equines Asthma beim Pferd</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Kann man ein Pferd mit Asthma reiten?</h3>
<p>Ob man ein Pferd mit Asthma reiten kann, hängt vom Stadium und vom einzelnen Pferd ab. Wie viel Reiten im Moment passt, sollte vorher eingeschätzt werden.</p>
<h3>Soll man ein Pferd mit Husten bewegen?</h3>
<p>Bei chronischem Husten wie bei equinem Asthma ja, weil die Lunge belüftet werden muss. Bei einem frischen Infekt oder Atemnot in Ruhe klärst du zuerst mit dem Tierarzt, was los ist.</p>
<h3>Was ist Lungensport beim Pferd?</h3>
<p>Lungensport beim Pferd ist Bewegung, die die Atmung gezielt leicht anregt und danach wieder zur Ruhe kommen lässt. Das Pferd soll seine Lunge wieder stärker belüften, ohne überfordert zu werden.</p>
<h3>Wie lange dauert es, bis man ein Pferd mit Asthma reiten kann?</h3>
<p>Die Dauer lässt sich nicht pauschal sagen. Die Begleitung eines atemwegserkrankten Pferdes kann nach Sandra unter Umständen Monate dauern und braucht viel Geduld, je nachdem, wie lange die Erkrankung schon besteht und wie gut die Umgebung zum Pferd passt.</p>
<h3>Was kann man machen, wenn ein Pferd Asthma hat?</h3>
<p>An drei Stellen kannst du selbst ansetzen: am Futter, an der Bewegung und am Alltag deines Pferdes. Es geht vor allem darum, Reize wie Staub zu entfernen und die Atemwege durch Bewegung zu belüften. Einen Überblick gibt die Seite zur <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/">Behandlung von equinem Asthma</a>.</p>
<h3>Ist Heu bei equinem Asthma geeignet?</h3>
<p>Heu ist grundsätzlich staubig, und ein atemwegserkranktes Pferd reagiert empfindlich auf den Staub im Heu. In der ersten Phase ihres Kurses lässt Sandra die Pferde deshalb ausschließlich gewaschenes Heu fressen. Details findest du auf der Seite zu <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">Fütterung und Haltung bei equinem Asthma</a>.</p>
<h3>Wie hoch ist die Lebenserwartung bei equinem Asthma?</h3>
<p>Die Aussichten hängen stark davon ab, ob die Faktoren gefunden und angepasst werden, die für das einzelne Pferd eine Rolle spielen. Ausführlich geht die Seite zur <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-lebenserwartung/">Lebenserwartung bei equinem Asthma</a> auf die Frage ein.</p>
<h2>Wer hinter diesem Beitrag steht</h2>
<p>Dr. Sandra Löckener ist promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Im Studium hat Sandra sich auf Leistungsphysiologie und das Verhalten von Pferden spezialisiert, und bevor Sandra medizinische Fälle begleitet hat, war sie mindestens zehn Jahre als Pferdetrainerin tätig.</p>
<p>Sandra leitet seit über zehn Jahren einen eigenen Reha-Betrieb, arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden und hat über 800 Pferde begleitet.</p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →</a></strong></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asthma beim Pferd: Was du bei Fütterung und Haltung beachten solltest</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PowerPferd]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 16:34:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Fütterung eines Pferdes mit Asthma geht es vor allem um eine Frage: Wie viel Staub atmet dein Pferd beim Fressen ein? Heu ist grundsätzlich staubig, und ein Pferd mit equinem Asthma reagiert empfindlich auf den Staub im Heu. Deshalb fängt Sandra beim Heu an und schaut danach auf Einstreu, Stall und Nachbarpferd. Das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Fütterung eines Pferdes mit Asthma geht es vor allem um eine Frage: Wie viel Staub atmet dein Pferd beim Fressen ein? Heu ist grundsätzlich staubig, und ein Pferd mit equinem Asthma reagiert empfindlich auf den Staub im Heu. Deshalb fängt Sandra beim Heu an und schaut danach auf Einstreu, Stall und Nachbarpferd.</p>
<h2>Das Wichtigste in Kürze</h2>
<ul>
<li>Heu für ein Pferd mit Asthma wird komplett in Wasser getaucht, denn nach Sandras Erfahrung bindet nur komplettes Tauchen den gesamten Heustaub.</li>
<li>Ein Heubedampfer tötet Mikroorganismen erst zuverlässig ab, wenn das Heu mindestens 15 Minuten lang mindestens 85 Grad erreicht.</li>
<li>Solange ein Pferd mit Asthma Symptome zeigt, empfiehlt Sandra nur Gras und Graskonserven und keine Kräutermischungen oder Müslis.</li>
<li>Einstreu für ein Pferd mit Asthma muss staubfrei sein und Ammoniak binden, Stroh fällt deshalb aus.</li>
<li>Ob ein Pferd mit Asthma dauerhaft gewaschenes Heu braucht, hängt vom Stadium ab, und bei schwerem Asthma rät Sandra von trockenem Heu ab.</li>
</ul>
<p>Alle Empfehlungen stammen aus Sandras Reha-Betrieb und ihrem Podcast. Weißt du noch gar nicht, woher der Husten deines Pferdes kommt? Dann fang auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwege/">Pferd hustet: was dahinterstecken kann</a> an.</p>
<h2>Warum ist Heu bei equinem Asthma so ein großes Thema?</h2>
<p>Sandra unterscheidet beim Heu zwei Seiten: die botanische Qualität, also den Nährwert, und die hygienische Qualität, also wie viele Bakterien, Hefen und Pilze wie etwa Schimmelpilze im Heu stecken.</p>
<p>Für die Atemwege zählt vor allem die hygienische Seite. Pferde kommen mit einer gewissen Menge an Keimen eigentlich gut zurecht, doch nach Sandras Erfahrung wird dieser Toleranzbereich durch die Heuqualität oft überschritten.</p>
<p>Bei einem Pferd mit bekanntem chronischem Atemwegsproblem kann schlechtes Heu einen Schub auslösen, sodass ein vorher symptomfreies Pferd wieder Symptome zeigt oder bestehende Symptome stärker werden.</p>
<p>Unter bestimmten Umständen kann schon ein einmaliger Kontakt mit sehr schlechtem Heu eine chronische Erkrankung in Gang setzen. Wie equines Asthma grundsätzlich entsteht, erklärt Sandra im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-beim-pferd/">Equines Asthma beim Pferd</a>.</p>
<h2>Wie bereitest du Heu bei equinem Asthma vor: wässern, waschen oder bedampfen?</h2>
<p>Nach Sandras Erfahrung ist das komplette Tauchen in Wasser die einzige Methode, bei der du sicher sein kannst, dass der gesamte Heustaub gebunden ist. So ordnet Sandra die gängigen Methoden ein:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Methode</th>
<th>Ist der Staub gebunden?</th>
<th>Sandras Einordnung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Übergießen, Besprühen, dicht gestopftes Netz kurz eintauchen</td>
<td>Nein, ein Rest Staub bleibt im Heu.</td>
<td>Mit dem Reststaub werden die Pferde nicht symptomfrei.</td>
</tr>
<tr>
<td>Komplett untertauchen (Heu waschen)</td>
<td>Ja, der gesamte Heustaub.</td>
<td>Grundlage bei equinem Asthma.</td>
</tr>
<tr>
<td>Nur bedampfen</td>
<td>Oft nicht ganz, weil das Heu im Bedampfer selten vollständig nass wird.</td>
<td>Kein Ersatz für das Waschen.</td>
</tr>
<tr>
<td>Erst waschen, dann bedampfen</td>
<td>Ja, und das Heu ist sicher durchfeuchtet.</td>
<td>Sandras Weg für Pferde, die zusätzlich bedampftes Heu brauchen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>So wäschst du Heu richtig</h3>
<ol>
<li><strong>Gutes Ausgangsheu wählen:</strong> Sandra empfiehlt ersten Schnitt, nicht zu tief geschnitten, lange genug auf dem Feld getrocknet und gut abgelagert.</li>
<li><strong>Heu vorher verlesen:</strong> Nimm den Ballen komplett auseinander, schüttel das Heu gut aus und kontrollier von Hand, ob schimmlige oder sehr trockene Stellen im Heu sind.</li>
<li><strong>Jeden Halm untertauchen:</strong> Füll einen lebensmittelechten Bottich übervoll mit Heu, lass den Bottich mit Wasser volllaufen und drück vor allem die Halme am Rand ins Wasser.</li>
<li><strong>Sofort wieder abgießen:</strong> Je mehr Wasser im Bottich stehen bleibt, desto leichter kann das Heu gären oder faulen.</li>
<li><strong>Nur bei Bedarf einweichen:</strong> Muss dein Pferd abnehmen oder hat dein Pferd eine Stoffwechselerkrankung, kann es sinnvoll sein, das Heu 30 bis 45 Minuten einzuweichen, weil beim Einweichen Zuckerverbindungen ausgespült werden. Sonst reicht das kurze Tauchen.</li>
</ol>
<p>Bei größeren Mengen füllst du das Heu locker in ein Heunetz und tauchst das Netz einmal komplett unter. Füttere das nasse Heu aus einem aufgehängten Netz, einer Raufe oder dem Bottich, denn auf Sand oder Einstreu bleibt sonst alles am Heu kleben.</p>
<h2>Wie lange hält gewaschenes Heu?</h2>
<p>In der Theorie sollte gewaschenes Heu so kurz wie möglich liegen, bevor es gefressen wird. Sobald getrocknetes Heu wieder nass wird, freuen sich die Mikroorganismen im Heu, werden aktiv und vermehren sich.</p>
<p>In der Praxis kann kaum jemand alle paar Stunden frisches Heu waschen, und die meisten Besitzerinnen waschen morgens und abends. Sandra kennt Pferde, die seit zehn bis fünfzehn Jahren zweimal täglich gewaschenes Heu bekommen und gut zurechtkommen.</p>
<p>Temperatur und Wetter spielen allerdings mit, bei Gewitter kann Heu zum Beispiel schneller verderben. Halte deshalb regelmäßig die Nase ins Heu.</p>
<p>In Sandras eigenen Messungen haben diese Punkte die Haltbarkeit von gewaschenem Heu verlängert:</p>
<ul>
<li><strong>Vor dem Waschen gut ausschütteln:</strong> Je weniger Heustaub und Pflanzenkleinteile im Heu stecken, desto länger hält das gewaschene Heu.</li>
<li><strong>Mit kaltem Wasser waschen:</strong> Warmes Wasser aus einem Schlauch, der in der Sonne lag, beschleunigt die Vermehrung der Mikroorganismen.</li>
<li><strong>Heureste täglich entfernen:</strong> Mindestens einmal am Tag gehören die Heureste in und unter der Raufe weg, sonst fängt feuchtes Material an zu gammeln.</li>
</ul>
<h2>Ist ein Heubedampfer bei Asthma sinnvoll?</h2>
<p>Ein Heubedampfer kann sinnvoll sein, als Ersatz für das Waschen sieht Sandra den Bedampfer aber nicht. Der Bedampfer soll Mikroorganismen abtöten, die Allergien hervorrufen können.</p>
<p>Zuverlässig abgetötet werden die Mikroorganismen erst, wenn das Heu mindestens 15 Minuten lang mindestens 85 Grad erreicht.</p>
<p>Sandra sagt ganz ehrlich, dass man dem Gerät nicht einfach sein Heu übergeben kann: „Das wäre sehr schön, aber in der Realität ist es so, dass man dieses System tatsächlich immer wieder überprüfen muss.“</p>
<p>Viele Geräte haben oben ein eingebautes Thermometer, und weil die Wärme nach oben steigt, sagt diese Anzeige wenig über die Temperatur im Heu aus. Sandra empfiehlt deshalb ein Lebensmittel-Thermometer, wie du es vom Grillen kennst, das du mitten ins Heu steckst.</p>
<p>Und weißt du, was passiert, wenn das Heu nicht heiß genug oder nicht lange genug erhitzt wird? Manche Mikroorganismen überleben, und einige fühlen sich dann richtig wohl. Ein schlecht eingestellter Bedampfer kann die Keimbelastung im Heu also sogar erhöhen.</p>
<p>Für ein Pferd mit Asthma muss das Futter außerdem komplett durchfeuchtet sein, doch beim Bedampfen bleiben oft trockene Stellen. Schüttel das Heu deshalb vorher sorgfältig auf und prüf nach dem Bedampfen Schicht für Schicht, ob noch trockene Stellen im Heu sind.</p>
<p>Wäschst du das Heu vor dem Bedampfen, ist sicher alles durchfeuchtet. Kontrollier dann aber, ob der Bedampfer das nasse Heu noch auf die nötige Temperatur bringt.</p>
<p>Viele Besitzerinnen kaufen einen Bedampfer, wenn es wärmer wird und zweimal Waschen am Tag nicht mehr reicht, denn korrekt bedampftes Heu kann laut Sandra mindestens 24 Stunden verfüttert werden.</p>
<p>Schau vor dem Kauf auf die Größenangabe. Ein als 10-Kilo-Bedampfer verkauftes Gerät fasst nach Sandras Beobachtung real nur etwa 7 Kilo bedampftes Heu, rechne also vorher aus, wie viel Heu dein Pferd am Tag frisst.</p>
<h2>Ist Heulage eine Alternative für Pferde mit Asthma?</h2>
<p>Heulage kann für ein Pferd mit Asthma geeignet sein, wenn die Heulage feucht genug ist. Wirf eine Handvoll Heulage in die Luft, dabei dürfen keine kleinen Partikel herumfliegen.</p>
<p>Als Richtwert nennt Sandra eine Restfeuchte von etwa 50 bis 60 Prozent, also durchgehend feucht, aber nicht so nass, dass du die Heulage auswringen könntest. Gute Heulage riecht weder stark sauer noch muffig und zeigt keine grauen, weißen oder schwarzen Stellen.</p>
<p>Den Keimgehalt siehst du der Heulage nicht an. Sandra erlebt es bei Heulage etwas häufiger als bei Heu, dass ein tadellos aussehender Ballen im Labor einen viel zu hohen Keimgehalt zeigt. Reagiert dein Pferd auf eine neue Heulage schlecht, ist eine Analyse ein sinnvoller nächster Schritt.</p>
<h2>Asthma beim Pferd: Welche Fütterung passt außer Heu?</h2>
<p>Solange dein Pferd Symptome zeigt, fütterst du am besten nur Gras und Graskonserven. Sandra nennt diesen Ansatz Clean Eating, also gewaschenes oder bedampftes Heu, Heulage, Gras und Heucobs.</p>
<p>Heucobs sind leicht verdaulich, nahezu schimmelfrei, weich und feucht. Wenn die Figur es zulässt, darf dein Pferd gern viele Heucobs bekommen.</p>
<p>Warum so streng? Je weniger einzelne Futterbestandteile dein Pferd bekommt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendein Bestandteil Probleme macht. Auch Konservierungsstoffe und Aromastoffe in Futtermitteln können die Atemwege belasten.</p>
<p>Entbehren soll dein Pferd beim Clean Eating trotzdem nichts. Bleibt ein Pferd zu dünn, kann ein geeignetes, energiereicheres Kraftfutter dazukommen.</p>
<p>Pferde können Mineralien von Natur aus gut speichern, deshalb ist eine Pause beim Mineralfutter von einigen Wochen für ein gut versorgtes Pferd laut Sandra kein Problem.</p>
<p>Steht ein Mangel fest, zum Beispiel durch ein Blutbild beim Tierarzt, bekommt dein Pferd ein Mineralfutter für Allergiker mit möglichst wenigen, unproblematischen Grundstoffen.</p>
<h3>Welche Kräuter sind gut für Pferde mit Asthma?</h3>
<p>Solange dein Pferd Symptome zeigt, gar keine. Sandra kennt den Wunsch nach Kräutern gut, denn Kräuter füttert man einfach am liebsten, weil die Vorstellung so schön ist, dass die Natur es richtet.</p>
<p>Solange Symptome da sind, rät Sandra trotzdem klar von Kräutermischungen, Müslis und Globuli ab. Pflanzliche Präparate und Kräutermischungen können selbst Allergien hervorrufen oder schlicht nichts bewirken, und beides belastet dein Pferd und deinen Geldbeutel unnötig.</p>
<p>Ganz wirkungslos sind Kräuter aber nicht. Wie bei jedem Medikament kommt es auf die richtige Dosierung und eine sinnvolle Kombination an, und eine Handvoll Kräuter über dem Futter bewirkt nach Sandras Einschätzung wahrscheinlich wenig.</p>
<p><strong><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwegs-phasen-check-pferd/">Finde heraus, in welcher Phase dein Pferd gerade steht →</a></strong></p>
<h2>Welche Einstreu eignet sich für atemwegskranke Pferde?</h2>
<p>Die Einstreu für ein Pferd mit Asthma muss staubfrei sein und den Ammoniak aus dem Urin binden, sonst muss der nasse Mist oft raus. Sandra prüft jede Einstreu auf drei Punkte:</p>
<ul>
<li><strong>Staub:</strong> Wirf eine Handvoll Einstreu gegen das Gegenlicht in die Luft. Kleine flimmernde Partikel sind lungengängig.</li>
<li><strong>Schimmel:</strong> Riechen und hinschauen hilft, doch Schimmelsporen siehst du nicht. Im Zweifel werten Labore eine Luftkeimsammlung aus.</li>
<li><strong>Ammoniak:</strong> Mit Ammoniak-Teststreifen für die Stallluft misst du selbst, am besten knapp über dem Boden, wo dein Pferd liegt und frisst. In der Literatur findet man teils einen Grenzwert von 10 ppm, Sandra würde nicht über 5 ppm gehen.</li>
</ul>
<p>So ordnet Sandra gängige Einstreuarten ein:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Einstreu</th>
<th>Sandras Einordnung bei Asthma</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Stroh</td>
<td>Fällt aus, weil Stroh stark mit Milben belastet ist, staubt und Ammoniak nur mäßig bindet.</td>
</tr>
<tr>
<td>Holzspäne und Sägemehl</td>
<td>Können gut funktionieren, wenn das Produkt stimmt. Holzspäne enthalten meist wenig Pilze und Bakterien, trockenes Sägemehl kann stauben.</td>
</tr>
<tr>
<td>Pellets aus Stroh, Holz oder Miscanthus</td>
<td>Gute Erfahrungen, angefeuchtet eingestreut sind Pellets staubfrei. Trockene Pellets fressen manche Pferde, dann droht eine Schlundverstopfung.</td>
</tr>
<tr>
<td>Miscanthus als Häcksel</td>
<td>In Sandras Erfahrung meistens zu staubig, selbst mit Leinöl besprüht.</td>
</tr>
<tr>
<td>Waldboden</td>
<td>Staubarm, kann aber verpilzen, und der Ammoniakgehalt kann schnell steigen. Waldboden braucht deshalb regelmäßige Messungen.</td>
</tr>
<tr>
<td>Biokompost</td>
<td>Nicht geeignet, weil Biokompost viele Aktinomyzeten enthält, also Keime, die Atemwegsverengungen hervorrufen oder in Gang halten können.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In Sandras Reha-Betrieb liegen seit dem Start Gummimatten in den Boxen, und auf die Gummimatten kommt vergleichsweise wenig Einstreu. Bei Ammoniak, Staub und Keimen sammeln Gummimatten aus Sandras Sicht Pluspunkte, deshalb kann das System für dich eine Überlegung wert sein.</p>
<p>Alle Einstreuarten im Detail findest du in der Podcastfolge <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-38-stroh-spaene-pellets-co-die-beste-einstreu-fuer-kranke-pferde/">Stroh, Späne, Pellets und Co: die beste Einstreu für kranke Pferde</a>.</p>
<h2>Wie wird die Haltung für ein Pferd mit Asthma staubarm?</h2>
<p>Staubarme Haltung endet nicht an der eigenen Boxentür. Steht nebenan ein Pferd auf Stroh oder frisst trockenes Heu, weht der Staub zu deinem Pferd hinüber. Sandra rät deshalb, dass im gesamten Umkreis deines Pferdes kein ungewaschenes Heu und keine staubige Einstreu liegt.</p>
<p>Weil sich selten ein ganzer Stall umstellen lässt, arbeitet Sandra oft mit einer Abschirmung aus dichter Plane, Plexiglas oder Holz zwischen den Boxen. Sandra war immer wieder erstaunt, wie sehr die Pferde von solchen Abschirmungen profitiert haben.</p>
<ul>
<li><strong>Ausmisten:</strong> Beim Misten werden Ammoniak und Staub frei, deshalb sollte dein Pferd nicht in der Box stehen und danach mindestens 30 Minuten draußen bleiben. Bis sich auch die letzten Partikel gesetzt haben, dauert es etwa zweieinhalb Stunden.</li>
<li><strong>Reizende Gase und Stoffe:</strong> Frisch gestrichene Holzschutzmittel an Stall und Zäunen, Rauch und auch Zigarettenrauch neben dem Pferd belasten die Atemwege.</li>
</ul>
<p>Und die Koppel? Die meisten Pferde kommen mit Koppelgang gut zurecht, deshalb behält Sandra den Koppelgang in der Regel erst einmal bei. Es gibt allerdings eine Sommervariante von equinem Asthma, bei der Pferde auf Koppelgang schlecht reagieren.</p>
<p>Bleiben die Symptome trotz aller Maßnahmen, lohnt ein Blick auf Insekten, Hitze, Stress und sehr viel Gras in kurzer Zeit. Wie viel Bewegung sinnvoll ist, liest du im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-mit-asthma-reiten/">Pferd mit Asthma reiten</a>.</p>
<h2>Muss mein Pferd für immer gewaschenes Heu bekommen?</h2>
<p>Ob dein Pferd dauerhaft gewaschenes Heu braucht, hängt vor allem davon ab, wie weit das Asthma schon fortgeschritten ist. So ordnet Sandra die Stadien ein:</p>
<ul>
<li><strong>Mildes equines Asthma</strong> (Husten, vielleicht Nasenausfluss, aber keine veränderte Atmung): Nach Sandras Erfahrung kann dein Pferd oft in seiner gewohnten Haltung bleiben, auch mit trockenem Heu, wenn die übrige Strategie stimmt.</li>
<li><strong>Mittelschweres equines Asthma:</strong> Ein Verbleib mit trockenem Heu wird unwahrscheinlicher.</li>
<li><strong>Schweres equines Asthma:</strong> Sandra rät von trockenem Heu ab.</li>
</ul>
<p>Auch der Ort zählt, an dem dein Pferd krank geworden ist. Sind die Symptome in der heutigen Haltung entstanden, sind die Aussichten ungünstiger, als wenn dein Pferd erst später in die heutige Haltung umgezogen ist.</p>
<p>Ein guter Zwischenweg kann sein, dein Pferd einige Monate separat und individuell zu füttern und danach Schritt für Schritt in die alte Haltung zurückzuführen. In welchem Stadium dein Pferd steht, kannst du auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/">Die fünf Stadien von equinem Asthma</a> einordnen.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Ist Heu bei equinem Asthma geeignet?</h3>
<p>Ja, Heu bleibt das Grundfutter, wenn das Heu richtig vorbereitet ist. Sandra empfiehlt, das Heu komplett in Wasser zu tauchen, alternativ passen korrekt bedampftes Heu, feuchte Heulage und Heucobs.</p>
<h3>Mein Pferd lebt im Offenstall mit Rundballen. Was kann ich tun?</h3>
<p>Ob dein Pferd im Offenstall bleiben kann, hängt vom Stadium ab: Bei mildem Asthma kann ein Verbleib möglich sein, bei schwerem Asthma rät Sandra vom Offenstall ab. Manchmal lässt sich vorübergehend ein Teil des Paddocks abtrennen, damit dein Pferd für einige Monate individuell gefüttert werden kann.</p>
<h3>Was ist der größte Fehler bei der Haltung eines Pferdes mit Asthma?</h3>
<p>Aus Sandras Sicht ist es der größte Fehler, auf halber Strecke stehen zu bleiben. Sandra erlebt oft, dass Besitzerinnen erleichtert sind, wenn ihr Pferd statt 50-mal nur noch dreimal am Tag hustet, doch mit dreimal Husten am Tag ist ein Pferd noch nicht beschwerdefrei.</p>
<h3>Was hilft wirklich bei equinem Asthma?</h3>
<p>Die Haltung ist der Dreh- und Angelpunkt, dazu kommen angepasste Bewegung und eine Einschätzung, was im jeweiligen Stadium sinnvoll ist. Welche Bausteine bei equinem Asthma sinnvoll sein können und wie Medikamente einzuordnen sind, steht im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/">Equines Asthma: Was hilft wirklich?</a>.</p>
<p>Ein Inhalator gehört bei equinem Asthma nicht automatisch dazu, weil nach Sandras Erfahrung nicht jedes Pferd vom Inhalieren profitiert. Mehr zum Inhalieren steht im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-inhalieren/">Pferd inhalieren</a>.</p>
<h3>Lohnt sich eine Heuanalyse?</h3>
<p>Aus Sandras Sicht spricht nichts gegen eine Heuanalyse. Manche Pilze wie Aspergillus riechst und siehst du kaum, eine mikrobiologische Untersuchung zeigt dagegen den Gehalt an Bakterien und Pilzen. Welche Trends Sandra in ihren Heuanalysen gesehen hat, liest du in der <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/heu-2024-enthuellung-der-ersten-analysedaten/">Heu-Analyse 2024</a>.</p>
<h2>Wer steht hinter diesen Empfehlungen?</h2>
<p>Dr. Sandra Löckener ist promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Sandra leitet einen eigenen Reha-Betrieb, arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden und hat über 800 Pferde begleitet.</p>
<p>In Sandras Reha-Betrieb wird das Heu für die Asthmapferde entstaubt, gewaschen und bei Bedarf bedampft. Wie weit du bei deinem Pferd gehen solltest und was im jetzigen Stadium sinnvoll ist, hängt von deinem Pferd ab, und diese Einordnung macht Sandra im Erstgespräch.</p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →</a></strong></p>
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		<title>Equines Asthma: Behandlung und was du selbst tun kannst</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PowerPferd]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 16:34:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Behandlung von equinem Asthma arbeiten zwei Seiten zusammen. Dein Tierarzt kann mit Medikamenten an den Symptomen ansetzen. Und du kannst im Alltag dafür sorgen, dass die Atemwege deines Pferdes nicht jeden Tag neu gereizt werden. Für Sandra ist die Haltung der Dreh- und Angelpunkt, also saubere Luft im Stall und gewaschenes Heu. Einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Behandlung von equinem Asthma arbeiten zwei Seiten zusammen. Dein Tierarzt kann mit Medikamenten an den Symptomen ansetzen. Und du kannst im Alltag dafür sorgen, dass die Atemwege deines Pferdes nicht jeden Tag neu gereizt werden.</p>
<p>Für Sandra ist die Haltung der Dreh- und Angelpunkt, also saubere Luft im Stall und gewaschenes Heu. Einen Tierarztbesuch ersetzt dieser Ratgeber nicht, denn Diagnose und Medikamente gehören in tierärztliche Hände.</p>
<h2>Das Wichtigste in Kürze</h2>
<ul>
<li>Bei equinem Asthma setzt der Tierarzt vor allem Schleimlöser, bronchienentkrampfende Mittel und bei Bedarf Cortison ein und entscheidet allein über Mittel und Dauer.</li>
<li>Den größten Hebel für Besitzerinnen sieht Sandra in der Haltung: Staub aus Heu und Einstreu und Ammoniak aus dem Urin so weit wie möglich aus dem Alltag des Pferdes nehmen.</li>
<li>Bewegung kann bei equinem Asthma die Regeneration unterstützen, wenn die Bewegung dosiert und an der Atmung ausgerichtet ist.</li>
<li>Solange ein Pferd mit equinem Asthma Symptome zeigt, rät Sandra zu gewaschenem Heu und möglichst keinen Futterzusätzen.</li>
<li>Bei equinem Asthma zählt die Reihenfolge der Schritte: erst die Reize aus der Umgebung nehmen und die Bewegung anpassen, dann die Regeneration der Atemwege begleiten, zuletzt Kondition aufbauen.</li>
</ul>
<h2>Was hilft bei equinem Asthma wirklich?</h2>
<p>Am meisten bewirken kann, die Reize aus der Umgebung deines Pferdes zu nehmen. Staub aus Heu und Einstreu und Ammoniak aus dem Urin reizen die Atemwege bei equinem Asthma immer wieder neu.</p>
<p>Deshalb setzt Sandra bei jedem atemwegskranken Pferd als Allererstes an der Haltung an. Bei manchen Pferden klingen die Symptome schon ab, sobald die ständigen Reize wegfallen.</p>
<p>Bei anderen Pferden, vor allem wenn das equine Asthma schon länger besteht, braucht es danach weitere Schritte, zum Beispiel eine Inhalation oder ein angepasstes Bewegungsprogramm.</p>
<p>Und jetzt ist die Frage: Was hast du bei equinem Asthma selbst in der Hand? Sandra unterscheidet drei Bereiche.</p>
<ul>
<li><strong>Umgebung:</strong> Staub, Ammoniak und andere Reize so weit wie möglich aus dem Alltag deines Pferdes nehmen.</li>
<li><strong>Bewegung:</strong> dosiert und an der Atmung orientiert, statt dein Pferd komplett zu schonen oder zu überfordern.</li>
<li><strong>Unterstützung:</strong> eine schlanke Fütterung, bei Bedarf eine Inhalation und eine Begleitung, die den Überblick behält.</li>
</ul>
<h2>Wie sieht die Behandlung von equinem Asthma beim Tierarzt aus?</h2>
<p>Beim Tierarzt setzen die Medikamente vor allem an drei Stellen an: am zähen Sekret, an den verkrampften Bronchien und an der Entzündung. So ordnet Sandra die gängigen Gruppen ein:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Medikamentengruppe</th>
<th>Wofür gedacht</th>
<th>Gut zu wissen</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Schleimlöser (Fachbegriff: Sekretolytika)</td>
<td>zähes Sekret verflüssigen, damit das Pferd den Schleim leichter abtransportieren kann</td>
<td>je nach Präparat über das Maul oder als Inhalation</td>
</tr>
<tr>
<td>Bronchienentkrampfende Mittel (Fachbegriff: Bronchospasmolytika)</td>
<td>die verkrampfte Muskulatur der Bronchien entspannen</td>
<td>manche Mittel wirken zusätzlich entzündungshemmend und antiallergisch</td>
</tr>
<tr>
<td>Cortison (Gruppe der Corticoide)</td>
<td>starke Entzündungen und allergische Reaktionen dämpfen</td>
<td>kommt vor allem infrage, wenn bronchienentkrampfende Mittel allein nicht ausreichen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Zwei weitere Ansatzpunkte nennt Sandra, die ohne Medikamente auskommen: das Immunsystem anregen und die Leber in der Regeneration unterstützen. Immunsystem und Leber lassen sich nach Sandras Erfahrung gut über die Ernährung begleiten.</p>
<p>Welches Mittel dein Pferd bekommt und wie lange, entscheidet dein Tierarzt nach der Untersuchung. Vorher klärt der Tierarzt ab, ob etwas gegen ein Medikament spricht, zum Beispiel eine Schwäche von Leber oder Nieren. Präparate und Dosierungen findest du hier deshalb bewusst nicht.</p>
<p>Viele Besitzerinnen kennen das Muster: eine Runde Medikamente, eine ruhige Phase, und ein paar Monate später geht der Husten wieder los. Und weißt du, warum der Husten dann wiederkommen kann?</p>
<p>Wenn dein Pferd im Stall weiter jeden Tag Staub einatmet, werden die Atemwege immer wieder neu gereizt, ganz gleich, welches Medikament dein Pferd gerade bekommt. Medikamente und die Arbeit an der Umgebung gehören deshalb zusammen.</p>
<h2>Wofür wird Cortison beim Pferd mit Asthma eingesetzt?</h2>
<p>Cortison wird bei equinem Asthma eingesetzt, um eine starke Entzündung und allergische Reaktionen in den Atemwegen zu dämpfen. Manche Präparate werden inhaliert und kommen so direkt in den Atemwegen an.</p>
<p>Sandra hat viele Pferde erlebt, denen es sehr schlecht ging und denen es mit Cortison deutlich besser ging. Sandras Rat lautet deshalb, Cortison nicht von vornherein abzulehnen.</p>
<p>Gleichzeitig lohnt es sich, offen für andere Ansätze zu bleiben. Nach Sandras Erfahrung kommen viele Pferde mit länger bestehenden Beschwerden auch ohne Cortison gut weiter.</p>
<p>Ob Cortison für dein Pferd gerade der richtige Weg ist und wann das Cortison wieder abgesetzt wird, entscheidet dein Tierarzt. Setz Cortison bitte nie auf eigene Faust ab.</p>
<h2>Was kannst du bei Asthma beim Pferd im Stall tun?</h2>
<p>Der erste Schritt ist, die Umgebung deines Pferdes Punkt für Punkt auf Reize zu prüfen. Für diese Prüfung arbeitet Sandra mit einer Checkliste aus acht Punkten. Fünf Punkte dieser Checkliste:</p>
<ul>
<li><strong>Heu:</strong> Heu ist grundsätzlich staubig. Sicher gebunden ist der Heustaub nach Sandras Erfahrung nur, wenn du das Heu komplett in Wasser tauchst. Auch trockenes Heu der Nachbarpferde kann Staub zu deinem Pferd wehen.</li>
<li><strong>Einstreu:</strong> Die Einstreu sollte staubfrei sein, und der Ammoniak aus dem Urin sollte gebunden oder oft entfernt werden. Gemistet wird am besten, wenn dein Pferd nicht in der Nähe ist.</li>
<li><strong>Staub und Gase im Alltag:</strong> Eine unberegnete Reithalle, Fegen in der Stallgasse, Rauch oder frisch mit Holzschutzmittel gestrichene Zäune können die Atemwege zusätzlich reizen.</li>
<li><strong>Ruhe:</strong> Stress, Unruhe in der Herde, Turniere oder Reisen können den Organismus deines Pferdes zusätzlich belasten.</li>
<li><strong>Gewicht:</strong> Starkes Übergewicht kann sich negativ auf das equine Asthma auswirken.</li>
</ul>
<p>Acht Punkte klingen erst mal nach viel, oder? Sandra rät, Schritt für Schritt vorzugehen und sich zum Beispiel jeden Tag einen Punkt vorzunehmen. Mehr zu Heu, Einstreu und Stall findest du im Ratgeber <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">Fütterung und Haltung bei equinem Asthma</a>.</p>
<h2>Wie viel Bewegung braucht ein Pferd mit equinem Asthma?</h2>
<p>Ein Pferd mit equinem Asthma braucht Bewegung, aber in der richtigen Dosis. Atemwegskranke Pferde belüften ihre Lunge oft nicht ausreichend.</p>
<p>Ein passender Trainingsreiz kann die Lunge wieder stärker belüften und durchbluten und so die Regeneration unterstützen. Zu viel Anstrengung kann dagegen einen Asthmaanfall auslösen.</p>
<p>Sandra orientiert sich deshalb an der Atemfrequenz: kurz belasten, dann Pause, bis die Atmung wieder beim Ruhewert ist. Bei vielen Pferden beginnt dieses Training im Schritt. Mehr zu Bewegung und Reiten erklärt der Ratgeber <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-mit-asthma-reiten/">Pferd mit Asthma reiten</a>.</p>
<h2>Was darf ein Pferd mit equinem Asthma fressen?</h2>
<p>Solange dein Pferd Symptome zeigt, rät Sandra zu einer sehr schlanken Fütterung: gewaschenes Heu und sonst möglichst nichts. Kräuter, Müslis, Konservierungs- und Aromastoffe können die Atemwege zusätzlich belasten, und manche Pferde reagieren allergisch auf solche Zusätze.</p>
<p>Eine Ausnahme ist Mineralfutter, wenn ein Blutbild beim Tierarzt einen Mangel zeigt. Dann sollte das Mineralfutter für Allergiker geeignet sein.</p>
<p>Der Verzicht auf Futterzusätze ist für viele Besitzerinnen der schwerste Punkt, weil man seinem Liebling gern etwas Gutes tun möchte. Sandra geht es genauso: „Ich weiß, Pferdebesitzer füttern sehr gerne, ich kann mich davon auch nicht ausnehmen.“</p>
<p>In der Phase mit Symptomen können Futterzusätze trotzdem mehr schaden als nützen. Welche Fütterung außer Heu später passt, steht im Ratgeber <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">zu Fütterung und Haltung</a>.</p>
<h2>Wann kann Inhalieren bei equinem Asthma sinnvoll sein?</h2>
<p>Inhalieren kann sinnvoll sein, wenn die Reize aus der Umgebung weg sind und trotzdem noch Symptome bleiben. An diesem Punkt beginnt Sandra mit vielen Pferden eine Inhalation.</p>
<p>Inhalieren kann die Atemwege befeuchten und festsitzendes Sekret flüssiger machen, sodass das Pferd den Schleim leichter abtransportieren kann.</p>
<p>Nicht jedes Pferd profitiert von einer Inhalation, und dauerhaft inhalieren muss nach Sandras Erfahrung kaum ein Pferd, das gut eingestellt ist. Mehr zum Inhalieren liest du im Ratgeber <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-inhalieren/">Pferd inhalieren</a>.</p>
<h2>In welcher Reihenfolge gehst du bei equinem Asthma am besten vor?</h2>
<p>Bei equinem Asthma kommt es vor allem darauf an, dass jede Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt kommt. In Sandras Programm bauen die Schritte deshalb aufeinander auf:</p>
<ol>
<li><strong>Reize nehmen und Bewegung anpassen:</strong> Staub und Ammoniak aus dem Alltag deines Pferdes nehmen und die Bewegung an der Atmung ausrichten.</li>
<li><strong>Regeneration begleiten:</strong> Im zweiten Schritt steht die Regeneration der Atemwege im Mittelpunkt, zum Beispiel mit einer Inhalation.</li>
<li><strong>Aufbauen:</strong> Erst im dritten Schritt folgt der Aufbau von Kondition und Muskulatur.</li>
</ol>
<p>Viele Besitzerinnen probieren parallel sehr viel aus, von Kräutermischungen über pflanzliche Präparate bis zur Homöopathie. Sandra rät, alles wegzulassen, dessen Nutzen nicht belegt ist.</p>
<p>Solche Zusätze belasten dein Pferd und deinen Geldbeutel unnötig und können teils sogar Allergien auslösen.</p>
<p>Welcher Schritt gerade dran ist, hängt davon ab, wie weit das equine Asthma schon fortgeschritten ist. Dieselbe Maßnahme kann bei einem Pferd genau richtig sein und beim nächsten nutzlos.</p>
<p>Wie du den Stand deines Pferdes einschätzen kannst, erklärt der Ratgeber zu den <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/">Stadien von equinem Asthma</a>. Eine erste Einschätzung für dein Pferd bekommst du im <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwegs-phasen-check-pferd/">Phasen-Check für die Atemwege deines Pferdes</a>.</p>
<p>Sandra erlebt oft, dass Besitzerinnen sehr glücklich sind, wenn ihr Pferd statt 50-mal nur noch dreimal am Tag hustet, und diese Freude kann Sandra gut verstehen.</p>
<p>Ein Pferd, das dreimal am Tag hustet, ist nach Sandras Worten aber noch nicht gesund.</p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-welcome-husten" target="_blank" rel="noopener">Schau dir im kostenlosen Lernvideo an, wie eine Atemwegs-Reha aufgebaut ist →</a></strong></p>
<h2>Wann musst du sofort den Tierarzt rufen?</h2>
<p>Ruf sofort den Tierarzt, wenn dein Pferd Atemnot hat, sich die Atmung plötzlich verschlechtert oder dein Pferd auch in Ruhe sichtbar schwer atmet. Schweres equines Asthma kann mit richtiger Atemnot und anfallsartigen Verschlechterungen der Atmung einhergehen.</p>
<p>In einem solchen Moment zählt nur, dass dein Pferd schnell Luft bekommt.</p>
<p>Auch jede Veränderung bei Medikamenten besprichst du vorher mit deinem Tierarzt, ob neue Gabe, Pause oder Absetzen. Deine Arbeit im Stall und die tierärztliche Behandlung ergänzen sich.</p>
<p>Welche Anzeichen überhaupt auf equines Asthma hindeuten, erklärt der Ratgeber zu den <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-symptome/">Symptomen von equinem Asthma</a>.</p>
<h2>Wann kann Unterstützung sinnvoll sein, wenn es zu Hause nicht vorangeht?</h2>
<p>Die Betreuung eines Pferdes mit equinem Asthma verlangt viel Kraft und Geduld und dauert oft Monate. Viele Besitzerinnen kommen bei dieser Betreuung an ihre Grenzen. Unterstützung kann vor allem in diesen Situationen sinnvoll sein:</p>
<ul>
<li>Die Umstellung im Stall braucht Zeit, zum Beispiel weil ein Stallwechsel nötig ist oder erst mit dem Stallbetreiber gesprochen werden muss.</li>
<li>Einzelne Maßnahmen lassen sich im Heimatstall nicht in der nötigen Häufigkeit umsetzen, etwa eine sehr intensive Inhalation.</li>
<li>Eigentlich passt alles, und trotzdem geht es nur schleppend oder in Wellen voran.</li>
<li>Du selbst brauchst Entlastung, weil die Sorge um dein Pferd dich schon lange fordert.</li>
</ul>
<p>Sandra begleitet Pferde in ihrem eigenen Reha-Betrieb und direkt im Heimatstall der Pferde. Bei der Begleitung im Heimatstall setzt die Besitzerin die Maßnahmen selbst um und wird Schritt für Schritt angeleitet.</p>
<p>Wie viel sich bewegen lässt, zeigen Zahlen aus Sandras eigener Arbeit. Bei 99 Prozent der Pferde, die Sandra in der Atemwegs-Reha begleitet hat, ließen sich die Symptome deutlich verbessern.</p>
<p>Über 64 Prozent dieser Pferde kamen mit den Symptomen von schwerem equinem Asthma zu Sandra. Diese Zahlen sind keine Zusage für dein Pferd, denn jeder Verlauf ist anders.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Muss mein Pferd mit equinem Asthma lebenslang Cortison bekommen?</h3>
<p>Die Diagnose equines Asthma heißt nach Sandras Erfahrung nicht, dass ein Pferd sein Leben lang Cortison braucht oder mit Symptomen leben muss. Sandra erlebt oft, dass Pferde im Verlauf ohne Medikamente auskommen und keine Symptome mehr zeigen.</p>
<p>Zusagen lässt sich dieser Verlauf niemandem, und ob ein Medikament reduziert oder abgesetzt wird, entscheidet immer dein Tierarzt.</p>
<h3>Welche Medikamente werden bei Asthma bei Pferden eingesetzt?</h3>
<p>Tierärzte setzen bei equinem Asthma vor allem Schleimlöser, bronchienentkrampfende Mittel und bei Bedarf Cortison ein. Welches Mittel passt, entscheidet dein Tierarzt nach der Untersuchung.</p>
<h3>Gibt es einen natürlichen Bronchienerweiterer für Pferde?</h3>
<p>Mittel, die verkrampfte Bronchien entspannen, sind Medikamente und gehören in die Hand deines Tierarztes. Kräuter und Kräutermischungen rät Sandra in der Phase mit Symptomen wegzulassen, weil Kräuter die Atemwege zusätzlich belasten und Allergien auslösen können.</p>
<h3>Wie lange dauert es, bis sich bei equinem Asthma etwas bessert?</h3>
<p>In Sandras Programm ist jeder Abschnitt auf etwa vier Wochen angelegt. Wer die Umstellung im Stall vier Wochen lang konsequent durchzieht, hat nach Sandras Erfahrung gute Chancen, eine Veränderung zu bemerken.</p>
<p>Bewegt sich nach sechs bis acht Wochen noch nichts, lohnt ein genauer Blick auf die Gründe. Bis ein Pferd durch alle Abschnitte gegangen ist, vergeht für gewöhnlich rund ein halbes Jahr.</p>
<h3>Wie alt werden Pferde mit equinem Asthma?</h3>
<p>Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Als Faustregel gilt nach Sandras Erfahrung: Je länger ein Pferd Symptome hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche Bereiche der Atemwege nicht mehr komplett regenerieren.</p>
<p>Ausführlich beantwortet der Ratgeber zur <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-lebenserwartung/">Lebenserwartung bei equinem Asthma</a> die Frage nach dem Alter.</p>
<h3>Kann ich equines Asthma ohne Tierarzt in den Griff bekommen?</h3>
<p>Ohne Tierarzt geht es nicht, denn die Diagnose, jede Untersuchung und alle Entscheidungen über Medikamente gehören zum Tierarzt. Was du selbst in der Hand hast, sind Stall, Fütterung, Bewegung und Alltag deines Pferdes.</p>
<h2>Wer steht hinter diesem Ratgeber?</h2>
<p>Dr. Sandra Löckener ist promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Sandra hat an einer veterinärmedizinischen Fakultät geforscht, leitet seit über zehn Jahren einen eigenen Reha-Betrieb und arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden.</p>
<p>Über 800 Pferde mit Atemwegsproblemen hat Sandra begleitet. Sandras Arbeit setzt dort an, wo du als Besitzerin selbst etwas tun kannst, bei Umgebung, Bewegung und Fütterung in der richtigen Reihenfolge.</p>
<p>Die Grundlagen zum Krankheitsbild findest du im Ratgeber <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-beim-pferd/">Equines Asthma beim Pferd</a>, eine Übersicht zu allen Atemwegsthemen auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwege/">Atemwegserkrankungen beim Pferd</a>.</p>
<p><em>Stand: 27.09.2026</em></p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →</a></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Equines Asthma: Symptome erkennen und richtig einordnen</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-symptome/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PowerPferd]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 16:34:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die typischen Symptome von equinem Asthma sind Husten, der immer wiederkommt, Nasenausfluss, eine schnellere oder angestrengte Atmung und eine Leistung, die langsam nachlässt. In schweren Fällen kommen geblähte Nüstern, Atemgeräusche und eine Bauchmuskulatur hinzu, die beim Ausatmen deutlich mitarbeitet. Die frühen Anzeichen von equinem Asthma sind leise und werden deshalb oft übersehen. Mit der Checkliste [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die typischen Symptome von equinem Asthma sind Husten, der immer wiederkommt, Nasenausfluss, eine schnellere oder angestrengte Atmung und eine Leistung, die langsam nachlässt. In schweren Fällen kommen geblähte Nüstern, Atemgeräusche und eine Bauchmuskulatur hinzu, die beim Ausatmen deutlich mitarbeitet.</p>
<p>Die frühen Anzeichen von equinem Asthma sind leise und werden deshalb oft übersehen. Mit der Checkliste auf dieser Seite kannst du die Symptome deines Pferdes in Ruhe durchgehen und einschätzen, ob Handlungsbedarf besteht.</p>
<h2>Das Wichtigste in Kürze</h2>
<ul>
<li>Ein einzelner Huster ist noch kein Befund, Husten, der immer wiederkommt, ist dagegen ein erstes Symptom von equinem Asthma.</li>
<li>Nicht jedes Pferd mit equinem Asthma hustet, deshalb gehören Atmung und Nasenausfluss immer mit in den Blick.</li>
<li>Die Pferdelunge hat eine sehr große Reserve, deshalb fallen die ersten Symptome von equinem Asthma oft erst spät auf.</li>
<li>Halten Symptome länger als drei Wochen an, spricht man nicht mehr von akuten Symptomen.</li>
<li>Bei Atemnot, Fieber oder Mattigkeit gehört dein Pferd sofort zum Tierarzt.</li>
</ul>
<h2>Welche Symptome zeigt ein Pferd mit equinem Asthma?</h2>
<p>Ein Pferd mit equinem Asthma zeigt vor allem Veränderungen beim Husten, beim Nasenausfluss und bei der Atmung, später auch bei Leistung und Allgemeinbefinden. Wie deutlich die Symptome ausfallen, hängt davon ab, wie weit die Erkrankung schon fortgeschritten ist.</p>
<ul>
<li><strong>Husten, der wiederkommt:</strong> Dein Pferd hustet gelegentlich, meistens beim Antraben oder beim Fressen. Später ist der Husten verlässlich da, und es können Hustenanfälle auftreten, bei denen dein Pferd mehrfach hintereinander hustet.</li>
<li><strong>Nasenausfluss:</strong> Ab und zu siehst du etwas Nasenausfluss. Schau dir an, ob der Nasenausfluss eher wenig, fließend oder zäh ist.</li>
<li><strong>Schnellere Atmung:</strong> Dein Pferd atmet mal schneller als sonst oder tut sich schwerer beim Atmen.</li>
<li><strong>Langes Nachatmen:</strong> Nach der Arbeit braucht dein Pferd länger, bis sich die Atmung wieder beruhigt hat.</li>
<li><strong>Nachlassende Leistung:</strong> Die Leistungsfähigkeit deines Pferdes lässt nach.</li>
<li><strong>Geblähte Nüstern:</strong> Die Nüstern sind vor lauter Anstrengung weit geöffnet.</li>
<li><strong>Atemgeräusche:</strong> Du hörst beim Atmen ein Rasseln, ein Pfeifen oder ein leises Rauschen.</li>
<li><strong>Angestrengte Atmung in Ruhe:</strong> Dein Pferd atmet auch im Stehen erkennbar angestrengt, pumpend oder pressend.</li>
<li><strong>Bauchatmung und Dampfrinne:</strong> Beim Ausatmen arbeitet die Bauchmuskulatur deutlich mit, und entlang des Bauchs ist eine Rinne zu sehen.</li>
<li><strong>Verändertes Allgemeinbefinden:</strong> Fell, Gewicht oder Allgemeinbefinden deines Pferdes haben sichtbar gelitten.</li>
</ul>
<p>Die ersten Punkte der Liste gehören zu den frühen Stadien, die letzten zu den schweren. Du musst also nicht alle Symptome wiederfinden, damit equines Asthma für dein Pferd ein Thema ist.</p>
<p>Und jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt, denn nicht alle Pferde husten. Manche Pferde zeigen vor allem Nasenausfluss oder eine veränderte Atmung, und wer nur auf den Husten achtet, kann Nasenausfluss und Atmung leicht aus dem Blick verlieren.</p>
<h2>Warum übersieht man die ersten Symptome von equinem Asthma so leicht?</h2>
<p>Die ersten Symptome von equinem Asthma fallen oft kaum auf, weil die Pferdelunge eine sehr große Reserve hat und ein Pferd deshalb lange ausgleichen kann.</p>
<p>An die Reserve der Pferdelunge kommen wir im Freizeitbereich für gewöhnlich gar nicht heran. Und weißt du, was die große Reserve für dich als Besitzerin heißt? Es müssen bereits deutliche Entzündungen oder Veränderungen in den Atemwegen vorhanden sein, bevor dir überhaupt etwas auffällt.</p>
<p>Viele Pferde zeigen in den frühen Stadien deshalb nur ganz leichte Symptome, zum Beispiel ein bisschen Husten beim Antraben oder gelegentlich etwas Nasenausfluss. Deutlicher werden die Symptome erst, wenn ein erheblicher Teil der kleinen Atemwege betroffen ist.</p>
<p>Viele Pferdebesitzerinnen stört etwas Husten beim Antraben oder ein wenig Nasenausfluss auch gar nicht, und sie gewöhnen sich an die Symptome. Sich an leise Symptome zu gewöhnen, ist menschlich und hat nichts mit fehlender Fürsorge zu tun.</p>
<p>Eine Kundin von Sandra hat im Podcast erzählt, wie es bei ihrem Pferd anfing: mit ein bisschen Husten und dem Gedanken, dass Husten beim Antraben bei Regen oder Kälte ja ganz normal sei.</p>
<p>Und nun rate mal… genau: Beim Pferd der Kundin blieb es nicht bei ein bisschen Husten.</p>
<p>Auch erste Veränderungen der Atmung und erste Leistungseinbußen bleiben oft unentdeckt, denn Pferde zeigen erst sehr spät, dass ihre Lebensqualität leidet. Warum die späte Sichtbarkeit der Symptome für den Verlauf so viel ausmacht, erklärt Sandra auf der Seite zu den <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/">Stadien von equinem Asthma</a>.</p>
<h2>Wie unterscheidest du harmlosen Husten von equinem Asthma?</h2>
<p>Ein einzelner Huster kann einfach zur Selbstreinigung der Lunge gehören, Husten dagegen, der wiederkommt oder länger als drei Wochen anhält, kann auf equines Asthma hindeuten.</p>
<p>Die Selbstreinigung der Lunge kannst du dir wie ein Förderband vorstellen. Die Atemwege sind mit einem Feuchtigkeitsfilm ausgekleidet, auf dem eingeatmeter Staub, Pollen oder Schimmelsporen hängen bleiben, und winzige Flimmerhärchen transportieren den Schleim nach oben Richtung Rachen, wo der Schleim abgeschluckt oder ausgehustet wird.</p>
<p>Solange die Selbstreinigung der Lunge funktioniert, gleicht die Pferdelunge erstaunlich viel Belastung aus. Hellhörig solltest du werden, wenn der Husten zum Muster wird, also immer wieder auftritt oder Nasenausfluss und eine veränderte Atmung hinzukommen.</p>
<h3>Infekt oder equines Asthma?</h3>
<p>Equines Asthma ist eine chronische, nicht infektiöse Entzündung der unteren Atemwege. Sandra grenzt equines Asthma so ab, dass jede Lungensymptomatik, die kein Infekt ist und nicht innerhalb weniger Wochen von selbst wieder verschwindet, theoretisch in den Bereich equines Asthma fallen kann.</p>
<p>Hat dein Pferd immer wieder Beschwerden in den tiefen Atemwegen, egal ob saisonal oder durchgehend, dann besteht schon die Wahrscheinlichkeit, dass ihr im Team equines Asthma seid, wie Sandra sagt.</p>
<p>Bei einem Infekt kommen häufig weitere Symptome hinzu. Miss bei Husten und Nasenausfluss deshalb ruhig Fieber und achte auf Mattigkeit oder geschwollene Lymphknoten im Kehlbereich.</p>
<p>Kommen Fieber, Mattigkeit oder geschwollene Lymphknoten zum Husten hinzu, kann eine ansteckende Infektion wie Druse dahinterstecken. Hol in diesem Fall gleich den Tierarzt, damit sich nicht der halbe Stall ansteckt.</p>
<p>In Beratungsgesprächen hört Sandras Team oft von einem Infekt, der besser wird, aber nie so richtig weggeht, und bei so einem Verlauf solltest du hellhörig werden. Mehr zu Husten beim Pferd allgemein findest du auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwege/">Atemwegserkrankungen bei Pferden</a>.</p>
<h3>Ab wann gilt Husten beim Pferd nicht mehr als akut?</h3>
<p>Nach drei Wochen andauernder Symptome spricht man nicht mehr von akuten Symptomen. Schon in der zweiten Woche ist deshalb Handlung gefragt, weil du vermeiden möchtest, dass die Symptome chronisch werden.</p>
<p>Hält der Husten deines Pferdes länger als drei Wochen an oder kommt der Husten nach einer ruhigen Phase zurück, ist Aussitzen keine gute Idee mehr.</p>
<h2>Pferd atmet schwer: Wie prüfst du die Atmung selbst?</h2>
<p>Ob dein Pferd schwer atmet, kannst du selbst prüfen, indem du die Atemfrequenz in Ruhe zählst und dir das Atmungsbild genau ansiehst. Zählen und Hinschauen dauern nur wenige Minuten und geben dir einen Ausgangswert für spätere Vergleiche.</p>
<h3>Wie zählst du die Atemfrequenz richtig?</h3>
<p>Miss die Atemfrequenz erst, wenn dein Pferd mindestens 30 Minuten ruhig gestanden hat. Zähl die Atemzüge 30 Sekunden lang und nimm die Zahl mal zwei, oder zähl gleich 60 Sekunden.</p>
<p>Ein durchschnittliches erwachsenes Pferd atmet in Ruhe ungefähr zwölfmal pro Minute. Je kleiner ein Pferd ist, desto mehr Atemzüge braucht es, und bei einem Pony sind etwa 25 Atemzüge pro Minute völlig normal.</p>
<p>Temperatur oder Pollenflug können die Atemfrequenz verändern, und diese Einflüsse erkennst du nur mit vergleichbaren Werten. Miss deshalb am besten mehrmals und immer unter denselben Bedingungen.</p>
<h3>Was verraten Atmungsbild und Atemgeräusche?</h3>
<p>An der Art, wie dein Pferd atmet, und an den Geräuschen beim Atmen lässt sich einiges ablesen.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Was du siehst oder hörst</th>
<th>Worauf die Beobachtung hindeuten kann</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Nur der Bauch bewegt sich, die Rippen bleiben recht bewegungslos</td>
<td>häufig eine akute Entzündung, bei der die Lunge schmerzt, oder eine verkrampfte Muskulatur zwischen den Rippen oder am Zwerchfell</td>
</tr>
<tr>
<td>Vor allem der Brustkorb bewegt sich, der Bauch kaum</td>
<td>eher Bauchschmerzen</td>
</tr>
<tr>
<td>Rasselndes Geräusch</td>
<td>Sekret, das sich in den Atemwegen löst</td>
</tr>
<tr>
<td>Pfeifendes Geräusch</td>
<td>eine Verengung der Atemwege</td>
</tr>
<tr>
<td>Leises Rauschen</td>
<td>eine Verkrampfung der Bronchien</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Warum lohnt es sich, Symptome aufzuschreiben?</h3>
<p>Schreib vierzehn Tage lang jeden Abend kurz auf, ob und wie oft dein Pferd gehustet hat, wie der Nasenausfluss aussah und ob die Atmung ruhig oder angestrengt war. Notier auch die Situation, also Ruhe, Antraben, nach der Arbeit, beim Fressen oder nachts.</p>
<p>Nach zwei Wochen hast du Daten statt Bauchgefühl, und vielleicht wunderst du dich, wie oft dein Eindruck vom Tag nicht zu deiner eigenen Liste passt.</p>
<p>Einen fertigen Bogen für die vierzehn Tage findest du im <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwegs-phasen-check-pferd/">Atemwegs-Phasen-Check für dein Pferd</a>.</p>
<h2>Bauchatmung und Dampfrinne: Woran erkennst du Dämpfigkeit?</h2>
<p>Dämpfigkeit erkennst du an einer pumpenden oder pressenden Atmung, bei der die Bauchmuskulatur beim Ausatmen deutlich mitarbeitet. Oft kommen Atemgeräusche, Husten und vor Anstrengung geblähte Nüstern hinzu. Dämpfigkeit ist der alte Name für schweres equines Asthma.</p>
<p>Bei einem gesunden Pferd kostet das Ausatmen kaum Kraft. Sind die kleinen Atemwege aber verengt, kann die Luft nicht mehr ungehindert entweichen, und das Pferd muss die Luft mit der Bauchmuskulatur herauspressen.</p>
<p>Besteht das Herauspressen über einen gewissen Zeitraum, formt die Bauchmuskulatur eine Wölbung, und die sichtbare Rinne entlang des Bauchs heißt Dampfrinne.</p>
<p>Die Bauchatmung beim Ausatmen ist übrigens etwas anderes als das Atmungsbild in der Tabelle oben, bei dem sich in Ruhe fast nur der Bauch bewegt.</p>
<p>Siehst du eine Dampfrinne oder eine deutlich mitarbeitende Bauchmuskulatur und atmet dein Pferd auch in Ruhe angestrengt, ist die Erkrankung schon weit fortgeschritten. Im schweren Stadium ist der Gasaustausch der Lunge massiv gestört, und der Zustand kann jederzeit lebensgefährlich werden.</p>
<h2>Welche Symptome gehören zu welchem Stadium?</h2>
<p>Im milden Stadium hustet dein Pferd vor allem beim Antraben, im schweren Stadium atmet dein Pferd auch in Ruhe schwer. Sandra unterscheidet fünf Stadien, grob lassen sich die Symptome drei Schweregraden zuordnen.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Schweregrad</th>
<th>Typische Symptome</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Mildes equines Asthma</td>
<td>immer mal wieder Husten, vor allem beim Antraben, gelegentlich Nasenausfluss, Atmung in Ruhe unauffällig</td>
</tr>
<tr>
<td>Mittelschweres equines Asthma</td>
<td>Hustenanfälle, schnellere oder schwerere Atmung, längeres Nachatmen nach Belastung</td>
</tr>
<tr>
<td>Schweres equines Asthma (früher Dämpfigkeit)</td>
<td>angestrengte Atmung auch in Ruhe, Atemnot, anfallsartige Verschlechterungen, Dampfrinne</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wenn dein Pferd so nett ist, dir schon im milden Stadium Symptome zu zeigen, ist das eigentlich super, denn dann kannst du früh handeln, bevor langfristige Schäden entstehen.</p>
<p>Wie du dein Pferd richtig einordnest und warum sich viele eine Stufe zu früh einschätzen, liest du auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/">Equines Asthma: die fünf Stadien</a>.</p>
<h2>Wann solltest du mit deinem Pferd zum Tierarzt?</h2>
<p>Zum Tierarzt gehört dein Pferd sofort, wenn es Atemnot hat, wenn Fieber oder Mattigkeit hinzukommen oder wenn du dir nicht sicher bist, woher eine veränderte Atmung kommt.</p>
<ul>
<li><strong>Atemnot:</strong> Hörst und siehst du, dass dein Pferd wirklich Probleme hat, Luft einzuatmen oder auszuatmen, kann eine Notfallmaßnahme nötig sein, und der Tierarzt ist sofort dein Ansprechpartner.</li>
<li><strong>Hinweise auf eine Infektion:</strong> Fieber, Mattigkeit oder geschwollene Lymphknoten zusammen mit Husten oder Nasenausfluss brauchen eine tierärztliche Abklärung, auch damit sich andere Pferde nicht anstecken.</li>
<li><strong>Unklare Ursache:</strong> Nicht jede veränderte Atmung kommt von der Lunge. Aus ihrer Arbeit kennt Sandra Fälle, in denen Atemgeräusche oder eine stark erhöhte Atemfrequenz eine ganz andere Ursache hatten, deshalb braucht es im Zweifel eine genaue Diagnostik.</li>
</ul>
<p>Auch wenn keine der drei Situationen zutrifft, solltest du Symptome nicht monatelang laufen lassen. Sandras Faustregel lautet: Je länger ein Pferd unter Symptomen leidet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche Bereiche der Atemwege nicht mehr komplett regenerieren.</p>
<p>Du musst nicht gleich in Panik verfallen, aber warte auch nicht zu lange. Die Checkliste auf dieser Seite ist eine Orientierung für dich und ersetzt keine Untersuchung durch deinen Tierarzt.</p>
<h2>Symptome erkannt: Wie geht es weiter?</h2>
<p>Erkennst du bei deinem Pferd Symptome von equinem Asthma wieder, ist der nächste Schritt eine ehrliche Einordnung, wie weit die Erkrankung schon gelaufen ist. Erst wenn klar ist, wo dein Pferd steht, lässt sich sagen, was im jetzigen Stadium sinnvoll ist und was nicht.</p>
<ul>
<li>Einen Überblick über die Möglichkeiten findest du auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/">Was hilft bei equinem Asthma</a>.</li>
<li>Wie Heu, Einstreu und Stallumfeld die Atemwege belasten können, liest du auf der Seite zu <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">Fütterung und Haltung bei equinem Asthma</a>.</li>
<li>Ob und wie viel du dein Pferd jetzt bewegen solltest, erklärt Sandra auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-mit-asthma-reiten/">Pferd mit Asthma reiten</a>.</li>
</ul>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-welcome-husten" target="_blank" rel="noopener">Schau dir an, wie eine Atemwegs-Reha aufgebaut ist →</a></strong></p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Kann ein Pferd equines Asthma haben, ohne zu husten?</h3>
<p>Ja, nicht alle Pferde mit equinem Asthma husten. Manche Pferde zeigen vor allem Nasenausfluss oder eine erhöhte Atemfrequenz, deshalb lohnt es sich, neben dem Husten auch Nasenausfluss und Atmung zu beobachten und aufzuschreiben.</p>
<h3>Warum hustet mein Pferd ohne Schleim?</h3>
<p>Bei equinem Asthma bilden die Drüsen in den Atemwegen oft mehr Schleim als normal, es gibt aber auch trockene Verläufe. Und sitzt das Sekret ganz fest, hört man manchmal gar kein Rasseln. Ein trockener Husten heißt also nicht, dass alles in Ordnung ist.</p>
<h3>Ist Husten beim Antraben normal?</h3>
<p>Gelegentlicher Husten beim Antraben gehört zu den ersten Symptomen von equinem Asthma und ist kein Zustand, an den du dich gewöhnen musst. In der frühen Phase kannst du noch handeln, bevor langfristige Schäden entstehen.</p>
<h3>Welche Symptome zeigen Pferde mit Atemnot?</h3>
<p>Pferde mit Atemnot atmen pumpend oder pressend, oft mit geblähten Nüstern, hörbaren Atemgeräuschen und einer Bauchmuskulatur, die beim Ausatmen deutlich mitarbeitet. Teilweise verschlechtert sich die Atmung anfallsartig. Atemnot kann lebensgefährlich werden, deshalb ist bei Atemnot sofort der Tierarzt gefragt.</p>
<h3>Was bedeutet dämpfig?</h3>
<p>Dämpfig ist der alte Ausdruck für ein Pferd mit schwerem equinem Asthma. Heute ersetzt der Begriff equines Asthma auch die früheren Abkürzungen IAD, RAO, COPD und COB. Mehr zu den Grundlagen des Krankheitsbilds findest du auf der Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-beim-pferd/">Equines Asthma beim Pferd</a>.</p>
<h3>Wie alt kann ein Pferd mit equinem Asthma werden?</h3>
<p>Die Aussichten hängen stark davon ab, ob die Faktoren, die für dein Pferd eine Rolle spielen, gefunden und ausreichend angepasst werden. Eine ausführliche und ehrliche Antwort gibt Sandra auf der Seite zur <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-lebenserwartung/">Lebenserwartung bei equinem Asthma</a>.</p>
<h2>Wer steht hinter dieser Checkliste?</h2>
<p>Dr. Sandra Löckener ist promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Sandra hat an einer veterinärmedizinischen Fakultät geforscht, arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden und hat über 800 Pferde begleitet.</p>
<p>Im Erstgespräch klären Sandra und ihr Team unter anderem zwei Fragen: Was zeigt uns das Atmungsbild? Und was ist im jetzigen Stadium sinnvoll und was nicht?</p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →</a></strong></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Equines Asthma und Lebenserwartung: Wie alt wird ein Pferd mit Asthma?</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-lebenserwartung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PowerPferd]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 16:34:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie alt ein Pferd mit equinem Asthma wird, lässt sich nicht in Jahren ausrechnen. Die Lebenserwartung bei equinem Asthma hängt vor allem vom Stadium ab und davon, ob die Faktoren gefunden werden, die das Asthma bei deinem Pferd immer wieder anfachen. Und es gibt eine gute Nachricht aus Sandras Reha-Arbeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein lungenkrankes [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie alt ein Pferd mit equinem Asthma wird, lässt sich nicht in Jahren ausrechnen. Die Lebenserwartung bei equinem Asthma hängt vor allem vom Stadium ab und davon, ob die Faktoren gefunden werden, die das Asthma bei deinem Pferd immer wieder anfachen.</p>
<p>Und es gibt eine gute Nachricht aus Sandras Reha-Arbeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein lungenkrankes Pferd noch einmal ein glückliches, normales Leben führen kann, ist nach Sandras Erfahrung groß, auch bei schwerem equinem Asthma, das früher Dämpfigkeit hieß.</p>
<h2>Das Wichtigste in Kürze</h2>
<ul>
<li>Für die Lebenserwartung bei equinem Asthma gibt es keine feste Zahl in Jahren, weil equines Asthma bei jedem Pferd anders verläuft.</li>
<li>Die Aussichten eines Pferdes mit equinem Asthma hängen vom Stadium ab, von der Dauer der Symptome und davon, ob die Auslöser des einzelnen Pferdes gefunden und angepasst werden.</li>
<li>Equines Asthma geht nie ganz weg, aber ein Pferd mit schwerem equinem Asthma kann nach Sandras Erfahrung beschwerdefrei leben und sogar wieder belastbar werden.</li>
<li>Je länger ein Pferd unter Symptomen leidet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche Bereiche der Atemwege nicht mehr komplett regenerieren.</li>
<li>Die Diagnose equines Asthma allein ist kein Grund zum Einschläfern, über das Einschläfern entscheidest du gemeinsam mit deinem Tierarzt anhand des Zustands deines Pferdes.</li>
</ul>
<h2>Wie alt werden Pferde mit equinem Asthma?</h2>
<p>Eine feste Zahl für die Lebenserwartung gibt es nicht, weil equines Asthma bei jedem Pferd anders verläuft.</p>
<p>Sandra bekommt die Frage nach der Lebenserwartung ganz oft in einer etwas anderen Form gestellt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein lungenkrankes Pferd noch einmal ein glückliches, normales Leben führen kann?</p>
<p>„Die Wahrscheinlichkeit ist wirklich groß“, sagt Sandra auf die Frage nach einem glücklichen, normalen Leben. Viele denken bei einem so kranken Pferd an ganz krasse Maßnahmen, die unfassbar viel Geld kosten. Nach Sandras Erfahrung braucht es für ein glückliches Leben oft gar nichts Krasses.</p>
<p>Und was ist mit älteren Pferden? Sandra hat mehrere Pferde erlebt, die schon über 20 waren und viele Baustellen gleichzeitig hatten, bei denen alle dachten, das wird nichts mehr. Und dann ging es diesen Pferden doch noch mal besser.</p>
<p>Und weißt du, was die Besitzerinnen später erzählt haben? Manches Pferd hatte seine schönste Zeit erst ab 22. Ein höheres Alter allein ist für Sandra deshalb kein Grund, ein Pferd mit equinem Asthma innerlich abzuschreiben.</p>
<h2>Was bestimmt die Lebenserwartung bei equinem Asthma?</h2>
<p>Die Prognose und damit die Lebenserwartung hängen nach Sandras Erfahrung an drei Faktoren, die bei jedem Pferd anders zusammenspielen.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Was zählt</th>
<th>Was Sandra beobachtet</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Die Auslöser deines Pferdes</td>
<td>Die Prognose hängt stark davon ab, ob die für dein Pferd relevanten Faktoren gefunden und ausreichend angepasst werden.</td>
</tr>
<tr>
<td>Das Stadium</td>
<td>Bei schwerem equinem Asthma reicht es oft nicht mehr, die drei wichtigsten Stellschrauben zu 80 Prozent zu optimieren.</td>
</tr>
<tr>
<td>Die Dauer der Symptome</td>
<td>Je länger dein Pferd Symptome hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche Bereiche der Atemwege nicht mehr komplett regenerieren.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Bei Asthma gibt es kaum eine Lösung für alle Pferde, wie ein Beispiel aus Sandras Podcast zeigt.</p>
<p>Ein Pferd braucht im Winter zwei Decken, weil schon eine zu dünne Decke ein Auslöser sein kann. Bei einem anderen Pferd stellt sich heraus, dass ihm ständig viel zu warm ist.</p>
<p>Bei schwerem equinem Asthma braucht es nach Sandras Worten ein sehr spezielles Wissen über die Pferdelunge, damit sich die Atmung wieder bessern kann. Wo dein Pferd steht, kannst du anhand der <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/">fünf Stadien von equinem Asthma</a> einordnen.</p>
<p>Ab wann bleibende Schäden zu erwarten sind, kann Sandra ganz ehrlich nicht pauschal sagen. Sandra hatte Pferde in der Reha, die über mehrere Jahre Beschwerden hatten und bei denen keine bleibenden Schäden zurückgeblieben sind.</p>
<p>Genauso gab es Pferde, die relativ kurz, aber sehr massiv erkrankt waren und bleibende Schäden behalten haben.</p>
<h2>Warum macht frühes Handeln bei equinem Asthma so viel aus?</h2>
<p>Frühes Handeln macht für die Lebenserwartung und die Aussichten deines Pferdes viel aus, weil du im milden Stadium noch eingreifen kannst, bevor langfristige Schäden entstehen.</p>
<p>Die Pferdelunge hat eine große Reserve, an die wir im Freizeitbereich für gewöhnlich gar nicht herankommen. Deshalb müssen schon deutliche Entzündungen oder Veränderungen in den Atemwegen da sein, bevor dir überhaupt etwas auffällt.</p>
<p>Wenn dein Pferd so nett ist, dir schon im milden Stadium immer mal wieder Husten oder etwas Nasenausfluss zu zeigen, dann ist das eigentlich super. Denn dann kannst du früh handeln und die Angelegenheit in den Griff bekommen.</p>
<p>Und Sandras Rat? Du musst nicht in Panik geraten, aber ergreif sofort die richtigen Maßnahmen und gib dich nicht mit halben Lösungen zufrieden, nur weil es „ja schon etwas besser geworden“ ist.</p>
<p>Wie du erste Anzeichen erkennst, liest du auf der Seite zu den <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-symptome/">Symptomen von equinem Asthma</a>.</p>
<h2>Was zeigt Sandras Reha-Erfahrung mit schweren Fällen?</h2>
<p>Sandras Reha-Erfahrung zeigt, dass ein spätes Stadium nicht automatisch das Ende der Geschichte ist. Von den Pferden, die Sandra in der Atemwegs-Reha begleitet hat, kamen über 64 Prozent mit Symptomen von schwerem equinem Asthma, wären früher also als dämpfig bezeichnet worden.</p>
<p>Bei 99 Prozent der begleiteten Pferde ließen sich die Symptome deutlich verbessern. Eine Zusage für dein Pferd sind die Zahlen aus Sandras Reha trotzdem nicht, denn jeder Verlauf ist anders.</p>
<p>Wie lang so ein Weg sein kann, erzählt Sandra in ihrem Podcast. Ein Pferd kam nach zwei Reha-Aufenthalten, die nicht geholfen hatten, zu Sandra, und der Tierarzt hatte der Besitzerin gesagt, das sei jetzt so ein bisschen die letzte Chance.</p>
<p>„Der kam in einem Zustand bei mir an, das habe ich wirklich selten gesehen“, erinnert sich Sandra. Das Pferd war abgemagert bis auf die Rippen, hatte stumpfes Fell und bekam kaum Luft. Sandra hatte Angst, ob das Pferd die erste Nacht überhaupt übersteht.</p>
<p>Nach etwa einem halben Jahr musste Sandra nicht mehr bei jedem Schritt überlegen, ob das Pferd genug Luft bekommt. Nach rund eineinhalb Jahren war das Pferd komplett symptomfrei und wieder normal reitbar.</p>
<p>Nach der Reha lebte das Pferd noch mehrere Jahre glücklich und ausgeglichen, bis es an einer Kolik starb.</p>
<p>Sandra erzählt die Patientengeschichte bewusst als Mutmacher und nicht als Maßstab. Und was nimmt Sandra aus der Patientengeschichte mit? Die Regenerationsfähigkeit eines Körpers darf man nicht unterschätzen.</p>
<h2>Ist equines Asthma heilbar?</h2>
<p>Im Sinne von „weg und vergessen“ ist equines Asthma nicht heilbar, die Erkrankung geht nach Sandras Worten nie ganz weg. Trotzdem ist es nach Sandras Erfahrung sehr wahrscheinlich, dass du irgendwann keine Sorgen mehr mit dem Asthma deines Pferdes hast.</p>
<p>Für ein Leben ohne Symptome brauchst du nach Sandras Erfahrung vor allem Wissen über dein eigenes Pferd, zum Beispiel über diese drei Punkte:</p>
<ul>
<li>Was muss alles passen, damit der gute Zustand deines Pferdes erhalten bleibt?</li>
<li>Welche Frühwarnsignale zeigt dein Pferd?</li>
<li>Wie reagierst du, wenn sich etwas ankündigt, und was kannst du vorbeugend tun?</li>
</ul>
<p>Dass ein Pferd mit schwerem equinem Asthma beschwerdefrei leben und sogar wieder belastbar werden kann, hält Sandra für absolut möglich. Eine Garantie für jedes einzelne Pferd gibt es trotzdem nicht.</p>
<p>Ein Ziel der Reha-Begleitung ist ein gewisser Toleranzbereich. Gemeint ist mit Toleranzbereich, dass Einflüsse wie Pollen oder nasskaltes Wetter, die sich nicht hundertprozentig vermeiden lassen, vom Körper besser ausgehalten werden können.</p>
<p>Oder wie Sandra sagt: Dein Pferd soll nicht „übermorgen vom nächsten Windstoß gepustet“ werden. Sandra hat Pferde begleitet, bei denen man früher die Uhr danach stellen konnte, dass sie bei bestimmten Pollen massive Probleme bekommen, und die diese Probleme später nicht mehr hatten.</p>
<p>Zur ehrlichen Antwort gehören zwei Einschränkungen. Bei länger bestehenden Entzündungen verändern sich die Wände der Atemwege, und dieser Umbau kann bei schweren oder lange bestehenden Fällen teilweise dauerhaft bleiben.</p>
<p>Außerdem hält ein guter Zustand nur, solange die Bedingungen stimmen. Wenn nach der Reha-Zeit alles wieder läuft wie vorher, kann es deinem Pferd auch nicht dauerhaft besser gehen.</p>
<p>Was im Alltag bei Futter, Heu und Einstreu zählt, findest du unter <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">Fütterung und Haltung bei equinem Asthma</a>.</p>
<h2>Wie sieht ein gutes Leben mit equinem Asthma im Alltag aus?</h2>
<p>Ein gutes Leben mit equinem Asthma kann heißen, dass das Asthma zwar noch da ist, das Leben von Pferd und Besitzerin aber nicht mehr bestimmt. Caro erzählt in Folge 31 von Sandras Podcast, wie sich so ein Leben mit ihrem Pferd Favoury anfühlt.</p>
<p>Favoury hatte laut Befund aus der Bronchoskopie, einer Untersuchung der Atemwege, schweres equines Asthma. Etwa zwei Jahre lang kam der Husten immer wieder, Medikamente, Kräuter und Hausmittel halfen jeweils nur eine Weile.</p>
<p>Am Ende hing Favoury schon vor der Arbeit mit dem Kopf fast am Boden und quälte sich beim Husten, weil sein ganzer Körper verkrampft war.</p>
<p>Caro bekam damals zu hören, dass Favoury sein Leben lang Kortison inhalieren müsse.</p>
<p>Überrascht hat Caro dann, dass in Sandras Reha-Begleitung am Anfang vor allem weggelassen wurde. Die erste Zeit fühlte sich an, als würden Caro und Favoury gar nichts mehr machen.</p>
<p>Geduld brauchte es trotzdem. In den ersten fünf bis sechs Wochen waren bei Favoury keine fünf Minuten Schrittführen drin, ohne dass er in Pressatmung oder Bauchatmung verfiel.</p>
<p>Nach Caros Erinnerung hustete Favoury spätestens nach vier Wochen zu rund 80 Prozent nicht mehr. Ganz weg ist der Husten bis heute nicht, weil Favoury sich leicht verschluckt, wenn seine Muskulatur verkrampft.</p>
<p>Am Anfang musste Caro nach einem Tag Bewegung vier Tage Pause machen. Heute kann Caro Favoury fünf Tage am Stück bewegen, beim Reiten, Longieren, bei der Bodenarbeit oder beim Spazierengehen, ohne Bauchatmung oder Nasenausfluss zu bemerken.</p>
<p>Und wenn doch einmal ein Huster kommt? Dann weiß Caro inzwischen, was zu tun ist, und beobachtet die nächsten drei Tage, ob die Maßnahme greift. Die ganze Folge findest du unter <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-31-vom-kranken-zum-gesunden-pferd-patient-favoury/">Episode 31: Patient Favoury</a>.</p>
<p><em>Erfahrungsbericht einer Kundin aus der Atempower-Begleitung, im Podcast von ihr selbst erzählt. Jedes Pferd ist anders, Verläufe unterscheiden sich, und ein vergleichbares Ergebnis lässt sich niemandem zusagen.</em></p>
<p><strong><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwegs-phasen-check-pferd/">Finde mit dem Phasen-Check heraus, wo dein Pferd gerade steht →</a></strong></p>
<h2>Wann wird bei equinem Asthma über das Einschläfern gesprochen?</h2>
<p>Über das Einschläfern wird gesprochen, wenn es einem Pferd wirklich schlecht geht und sich sein Zustand nicht in angemessener Zeit in die richtige Richtung bewegt.</p>
<p>Die Entscheidung über das Einschläfern triffst du gemeinsam mit deinem Tierarzt, und Sandra sagt ganz klar, dass ein Pferd im Ernstfall nicht weiter leiden soll, nur weil man auf etwas mehr Zeit hofft.</p>
<p>Bei dem schwer kranken Pferd aus der Patientengeschichte oben wurde jeder Schritt mit mehreren Tierärzten begleitet, damit dem Pferd kein Tag zu lange zugemutet wird.</p>
<p>Bei einem Pferd in so einem Zustand muss man nach Sandras Worten relativ schnell sehen, ob sich die Lage in die richtige Richtung bewegt, sonst ist die Lage für das Pferd nicht mehr zumutbar.</p>
<p>Gleichzeitig ist die Diagnose schweres equines Asthma kein feststehendes Ende. In Sandras Reha-Betrieb standen Pferde, bei denen im Umfeld schon über das Einschläfern gesprochen wurde und die danach wieder beschwerdefrei wurden.</p>
<p>Wird in deinem Stall gerade über das Einschläfern gesprochen und du bist unsicher, ob bei deinem Pferd noch Spielraum besteht?</p>
<p>Dann hol dir neben deinem Tierarzt gern eine ehrliche Einschätzung von Sandra. Sandra sagt dir auch ganz offen, wenn sie für dein Pferd keinen Sinn in ihrer Begleitung sieht.</p>
<h2>Was kannst du jetzt für dein Pferd tun?</h2>
<p>Wenn dich die Lebenserwartung deines Pferdes gerade umtreibt, ist der wichtigste Schritt eine ehrliche Einordnung, wo dein Pferd gerade steht. Vom Stadium hängt ab, welche Maßnahmen im Moment sinnvoll sind und welche nicht, und dieselbe Maßnahme kann bei einem Pferd genau richtig und beim nächsten nutzlos sein.</p>
<p>Zum Weiterlesen auf dieser Website:</p>
<ul>
<li>Welche Bausteine bei equinem Asthma unterstützen können, von der Umgebung bis zum Futter, erklärt die Seite <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/">Was bei equinem Asthma helfen kann</a>.</li>
<li>Ob und wie viel du dein Pferd reiten kannst, liest du unter <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-mit-asthma-reiten/">Pferd mit Asthma reiten</a>.</li>
<li>Die Grundlagen zum Krankheitsbild und die alten Namen COPD, COB, IAD und RAO findest du im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-beim-pferd/">Equines Asthma beim Pferd</a>.</li>
</ul>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Pferdes mit Dämpfigkeit oder COPD?</h3>
<p>Dämpfigkeit und COPD sind ältere Namen für equines Asthma, Dämpfigkeit meint dabei die schwere Form. Eine feste Zahl in Jahren gibt es auch für Dämpfigkeit nicht, doch bei 99 Prozent der Pferde in Sandras Atemwegs-Reha ließen sich die Symptome deutlich verbessern.</p>
<h3>Kann equines Asthma wieder verschwinden?</h3>
<p>Die Symptome von equinem Asthma können sich so weit zurückbilden, dass ein Pferd beschwerdefrei lebt. Die Erkrankung selbst geht nach Sandras Aussage aber nie ganz weg. Deshalb lohnt es sich, die Frühwarnsignale deines Pferdes zu kennen und die Bedingungen im Alltag stabil zu halten.</p>
<h3>Kann sich die Lunge bei COPD wieder erholen?</h3>
<p>Ob sich die Lunge bei COPD wieder erholt, hängt vom einzelnen Pferd ab. Je länger ein Pferd unter Symptomen leidet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche Bereiche der Atemwege nicht mehr komplett regenerieren.</p>
<h3>Muss ein Pferd mit equinem Asthma eingeschläfert werden?</h3>
<p>Nein, die Diagnose equines Asthma allein ist kein Grund zum Einschläfern. Die Entscheidung über das Einschläfern hängt am Zustand des einzelnen Pferdes, und du triffst die Entscheidung gemeinsam mit deinem Tierarzt.</p>
<h3>Muss mein Pferd mit equinem Asthma lebenslang Kortison bekommen?</h3>
<p>Nicht zwingend. Sandra sagt deutlich, dass die Diagnose equines Asthma nicht heißt, dass ein Pferd lebenslang Kortison nehmen oder lebenslang mit Symptomen leben muss.</p>
<p>Welche Medikamente dein Pferd braucht, entscheidet aber immer dein Tierarzt, und jede Änderung an den Medikamenten sprichst du mit deinem Tierarzt ab.</p>
<h3>Wie lange dauert es, bis es einem Pferd mit equinem Asthma besser geht?</h3>
<p>Eine erste Verbesserung zeigt sich nach Sandras Erfahrung für gewöhnlich schon in der ersten Phase einer Reha-Begleitung. Bis ein Pferd stabil ist und kleine Rückschläge gut wegsteckt, braucht es aber Geduld, denn so etwas lässt sich nicht innerhalb von vier Wochen komplett umkehren.</p>
<p>Sandras Atempower-Begleitung ist deshalb auf etwa ein halbes Jahr angelegt.</p>
<h2>Wer hinter diesem Beitrag steht</h2>
<p>Dr. Sandra Löckener ist promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Sandra hat an einer veterinärmedizinischen Fakultät geforscht, leitet seit über zehn Jahren einen eigenen Reha-Betrieb und arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden. Über 800 Pferde hat Sandra begleitet.</p>
<p>Bevor Sandra etwas zu den Aussichten oder zur Lebenserwartung eines Pferdes sagt, klärt sie im Erstgespräch drei Fragen: Welche Faktoren beeinflussen die Gesundheit DEINES Pferdes, was zeigt uns das Atmungsbild, und was ist im jetzigen Stadium sinnvoll und was nicht?</p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →</a></strong></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Equines Asthma: die fünf Stadien und wie du erkennst, wo ihr steht</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-stadien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PowerPferd]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 10:29:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/?p=5854</guid>

					<description><![CDATA[<p>Equines Asthma läuft in fünf Stadien ab, von gelegentlichem Husten bis zu angestrengter Atmung in Ruhe. Die Stadien 3 bis 5 heißen mildes, mittelschweres und schweres equines Asthma. Der Wechsel in ein neues Stadium kündigt sich nicht an, und viele Besitzerinnen ordnen ihr Pferd eine Stufe zu früh ein. Das Wichtigste in Kürze Equines Asthma [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Equines Asthma läuft in fünf Stadien ab, von gelegentlichem Husten bis zu angestrengter Atmung in Ruhe. Die Stadien 3 bis 5 heißen mildes, mittelschweres und schweres equines Asthma. Der Wechsel in ein neues Stadium kündigt sich nicht an, und viele Besitzerinnen ordnen ihr Pferd eine Stufe zu früh ein.</p>
<h2>Das Wichtigste in Kürze</h2>
<ul>
<li>Equines Asthma verläuft in fünf Stadien: erste Symptome, bleibender Husten, mildes, mittelschweres und schweres equines Asthma.</li>
<li>Halten die Symptome eines Pferdes länger als drei Wochen an, spricht man von Chronizität.</li>
<li>Für die Einordnung zählt das am weitesten hinten liegende Stadium, in dem mindestens zwei Aussagen auf dein Pferd zutreffen.</li>
<li>Weil die Pferdelunge eine große Reserve hat, fallen die frühen Stadien von equinem Asthma oft erst spät auf.</li>
<li>Auch schweres equines Asthma, früher Dämpfigkeit genannt, ist nach Sandras Erfahrung aus der Reha keine Endstation.</li>
</ul>
<h2>Welche fünf Stadien hat equines Asthma?</h2>
<p>Equines Asthma hat fünf Stadien, die ein Pferd nacheinander durchlaufen kann. Sandra beschreibt den Verlauf als eine Reise durch die Schweregrade, die schon mit der Entstehung beginnt.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Stadium</th>
<th>Woran du es erkennst</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1: Erste Symptome</td>
<td>gelegentlicher Husten beim Antraben oder Fressen, seit weniger als drei Wochen</td>
</tr>
<tr>
<td>2: Der Husten bleibt</td>
<td>Symptome seit mehr als drei Wochen, der Husten kommt nach ruhigen Phasen zurück</td>
</tr>
<tr>
<td>3: Mildes equines Asthma</td>
<td>Husten seit Monaten oder Jahren, vor allem beim Antraben, in Ruhe unauffällige Atmung</td>
</tr>
<tr>
<td>4: Mittelschweres equines Asthma</td>
<td>Hustenanfälle, schnellere oder schwerere Atmung, längere Erholung nach Belastung</td>
</tr>
<tr>
<td>5: Schweres equines Asthma</td>
<td>deutliche Atembeschwerden bis zur Atemnot, pumpende oder pressende Atmung, Dampfrinne</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Stadium 1: Erste Symptome</h3>
<p>Dein Pferd hustet gelegentlich, oft beim Antraben oder beim Fressen, und vielleicht kommt ab und zu etwas Nasenausfluss dazu. Zwischen solchen Episoden können Wochen liegen, in denen gar nichts ist, und aufgefallen sind dir die Symptome seit weniger als drei Wochen.</p>
<h3>Stadium 2: Der Husten bleibt</h3>
<p>Der Husten ist inzwischen verlässlich da, bleibt seit mehr als drei Wochen und kommt nach einer ruhigen Phase wieder zurück.</p>
<p>Die Drei-Wochen-Grenze ist der eigentliche Einschnitt, denn nach drei Wochen andauernder Symptome sprechen wir nicht mehr von akuten Symptomen. Der Fachbegriff heißt Chronizität, und genau diesen Übergang möchtest du am liebsten vermeiden.</p>
<h3>Stadium 3: Mildes equines Asthma</h3>
<p>Der Husten begleitet euch seit Monaten oder sogar Jahren. Du hörst den Husten vor allem beim Antraben, danach ist wieder Ruhe, und in Ruhe sieht die Atmung unauffällig aus.</p>
<p>„Wenn dein Pferd so nett ist, dir in dieser Phase immer mal wieder Husten oder mal Nasenausfluss zu zeigen, dann ist das eigentlich super“, sagt Sandra. Denn dann kannst du früh handeln und die Angelegenheit in den Griff bekommen, bevor langfristige Schäden entstehen.</p>
<p>Und weißt du, wo der Haken liegt? Viele Pferdebesitzerinnen stören sich an etwas Husten beim Antraben nicht und gewöhnen sich mit der Zeit an den Husten.</p>
<h3>Stadium 4: Mittelschweres equines Asthma</h3>
<p>Jetzt werden die Symptome deutlicher, und es können Hustenanfälle und Beeinträchtigungen der Atmung auftreten. Vielleicht atmet dein Pferd mal schneller, tut sich schwerer beim Atmen oder braucht länger, um sich nach der Belastung wieder zu erholen.</p>
<h3>Stadium 5: Schweres equines Asthma, früher Dämpfigkeit</h3>
<p>Pferde in Stadium 5 haben deutliche Beschwerden mit der Atmung, können richtige Atemnot haben und anfallsartige Verschlechterungen erleben.</p>
<p>Wenn wir von einem dämpfigen Pferd hören, haben wir gleich ein bestimmtes Bild vor Augen. Ein Pferd, dem es gar nicht gut geht und das pumpend oder pressend atmet, weil es schlecht Luft bekommt.</p>
<p>Oft hört man Atemgeräusche, vielleicht hustet das Pferd auch, und die Nüstern sind vor lauter Anstrengung geweitet.</p>
<p>Vielleicht kennst du auch den Begriff der Dampfrinne. Sind die Atemwege stark verengt, muss das Pferd die Luft mit der Bauchmuskulatur herauspressen. Mit der Zeit formt diese Muskulatur eine Wölbung, und die optische Rinne entlang des Bauchs heißt Dampfrinne.</p>
<p>Heute ist der Begriff Dämpfigkeit nicht mehr ganz aktuell und wird meist durch schweres equines Asthma ersetzt. Auch die früheren Abkürzungen IAD, RAO, COPD und COB sind durch die neue Bezeichnung abgelöst.</p>
<h2>Wie erkennst du, in welchem Stadium dein Pferd steht?</h2>
<p><strong>Das am weitesten hinten liegende Stadium, in dem mindestens zwei Aussagen auf dein Pferd zutreffen, ist euer realistischer Ausgangspunkt.</strong> Das vorderste Stadium, in dem auch etwas passt, zählt für die Einordnung nicht.</p>
<p>Ganz ehrlich, beim Durchlesen erkennt man sich oft zuerst in einem frühen Stadium wieder. Ein bisschen Husten beim Antraben passt schließlich fast immer irgendwo, und dieses frühe Stadium nimmt man dann gern für sich.</p>
<p>Kennst du diese Situation? Beim Pferd der Stallnachbarin hat eine Maßnahme super funktioniert, und bei deinem Liebling passiert damit gar nichts.</p>
<p>Oft stehen die beiden Pferde einfach an unterschiedlichen Punkten des Prozesses. Dieselbe Maßnahme kann bei einem Pferd genau richtig sein und beim nächsten nutzlos oder sogar kontraproduktiv.</p>
<p><strong><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/atemwegs-phasen-check-pferd/">Finde mit dem Phasen-Check heraus, wo dein Pferd gerade steht →</a></strong></p>
<h2>Warum fallen die frühen Stadien von equinem Asthma so spät auf?</h2>
<p>Die frühen Stadien von equinem Asthma fallen spät auf, weil die Pferdelunge eine große funktionelle Reserve hat. Pferde gehören zu den ausdauerstärksten Säugetieren überhaupt, und im Galopprennen kann sich die Sauerstoffaufnahme um ein Vielfaches erhöhen.</p>
<p>An diese Reserve kommen wir im Freizeitbereich für gewöhnlich überhaupt nicht ran. Ein Pferd kann deshalb erstaunlich lange kompensieren, und in den Atemwegen müssen schon deutliche Entzündungen oder Veränderungen vorhanden sein, bevor dir überhaupt irgendetwas auffällt.</p>
<p>In frühen Asthmastadien zeigen viele Pferde nur ganz leichte Symptome, ein bisschen Husten beim Antraben oder gelegentlich mal Nasenausfluss. Deutlicher werden die Symptome erst, wenn ein erheblicher Teil der kleinen Atemwege betroffen ist.</p>
<h2>Was passiert in der Lunge, wenn equines Asthma fortschreitet?</h2>
<p>Equines Asthma beruht auf drei Prozessen in den Atemwegen, die Sandra so erklärt:</p>
<ol>
<li><strong>Entzündung der Atemwege.</strong> Bestimmte Immunzellen wandern in die Atemwege ein und setzen Enzyme und Entzündungsstoffe frei, wodurch die Schleimhaut gereizt und geschädigt wird.</li>
<li><strong>Überempfindlichkeit der Atemwege.</strong> Die Bronchien reagieren übertrieben stark auf Reize. Bei einem asthmatischen Pferd kann sich dann die glatte Muskulatur der Bronchien zusammenziehen, der Durchmesser der Atemwege nimmt ab und die Atmung wird erschwert.</li>
<li><strong>Umbau der Atemwege.</strong> Bei länger bestehenden Entzündungen verändern sich die Atemwegswände dauerhaft. Die Schleimhaut verdickt sich, die glatte Muskulatur nimmt zu, die Drüsen produzieren teilweise mehr Schleim als normal, und der Innenraum der Bronchien wird immer enger. Es gibt allerdings auch trockene Varianten.</li>
</ol>
<p>Der Umbau ist der Grund, warum das Stadium so viel zählt. Bei schweren oder lange bestehenden Fällen können diese Umbauvorgänge teilweise irreversibel werden. Wie weit der Prozess schon gelaufen ist, sagt deshalb mehr als die Frage, wie lange du schon etwas versuchst.</p>
<p>Übrigens erklärt der Umbau auch, warum bei einem schwer betroffenen Pferd vor allem das Ausatmen anstrengend wird. Ein gesundes Pferd muss zum Ausatmen weder pressen noch seine Bauchmuskulatur benutzen.</p>
<p>Erst wenn die Atemwege verengt sind und die Luft nicht mehr ungehindert entweichen kann, wird die Ausatmung zu einer echten körperlichen Anstrengung.</p>
<h2>Warum merkst du den Wechsel ins nächste Stadium nicht?</h2>
<p>Der Wechsel von einem Stadium ins nächste kündigt sich nicht an, und das ist der Teil, den keiner gern hört. Es gibt keinen Moment, in dem es laut wird, und keinen Tag, an dem du merkst, dass jetzt etwas gekippt ist.</p>
<p>Der richtige Zeitpunkt, sich um die Atemwege deines Pferdes zu kümmern, ist deshalb immer jetzt. Wir wissen nie, ob der Wechsel in die nächste Stufe irgendwann in den nächsten Monaten passiert oder morgen früh.</p>
<h2>Ist ein spätes Stadium von equinem Asthma eine Endstation?</h2>
<p>Ein spätes Stadium ist keine Endstation. In Sandras Reha-Betrieb standen Pferde, die jahrelang nicht mehr belastbar waren, nicht mehr freiwillig auf die Weide gingen und bei denen im Umfeld schon über das Einschläfern gesprochen wurde.</p>
<p>Auch aus einem späten Stadium heraus können Pferde sich vollständig erholen. Den Unterschied macht ein Plan, der zu dem Stadium passt, in dem dein Pferd wirklich steht.</p>
<p>Aus ihrer eigenen Reha-Arbeit hat Sandra eine Zahl, die Mut macht. Bei 99 Prozent der Pferde, die Sandra in der Atemwegs-Reha begleitet hat, ließen sich die Symptome deutlich verbessern.</p>
<p>Diese Zahl ist keine Zusage für dein Pferd, weil jeder Verlauf anders ist, aber ein guter Grund, ein spätes Stadium nicht als Endpunkt zu sehen.</p>
<blockquote>
<p>„Kerngesund aus Island kommend, verwandelte sich der Zustand meines Pferdes innerhalb eines Jahres zu einem Ekzemer und schweren Asthmatiker. Er ist jetzt wieder reitbar und hat sehr an Lebensqualität gewonnen.&#8220;<br />
Bärbel mit Próttur</p>
<p>„Mein Welsh Pony Lauser wird dieses Jahr stolze 30. Ich kann ihn wieder reiten, er ist so gut wie symptomfrei, und man merkt ihm total an, dass er seine Lauffreudigkeit wieder zurück hat.&#8220;<br />
Anna mit Lauser</p>
</blockquote>
<p><em>Erfahrungsberichte von Kundinnen aus der Atempower-Begleitung, veröffentlicht mit ihrer Zustimmung. Jedes Pferd ist anders, Verläufe unterscheiden sich, und ein vergleichbares Ergebnis lässt sich niemandem zusagen.</em></p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-welcome-husten" target="_blank" rel="noopener">Schau dir an, wie eine Atemwegs-Reha aufgebaut ist →</a></strong></p>
<h2>Was bedeutet das Stadium für den nächsten Schritt?</h2>
<p>Je früher im Verlauf dein Pferd steht, desto besser sind die Aussichten, weil du im milden Stadium handeln kannst, bevor langfristige Schäden entstehen. Ein Pferd, das über Jahre nur „ein bisschen“ hustet, während sich alle an den Husten gewöhnt haben, ist deshalb kein gutes Zeichen.</p>
<p>Was konkret sinnvoll ist, hängt vom einzelnen Pferd ab, und deshalb beginnt jede sinnvolle Planung mit der ehrlichen Einordnung, noch vor dem nächsten Mittel. Die Grundlagen zum Krankheitsbild findest du im Beitrag <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-beim-pferd/">Equines Asthma beim Pferd</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen zu den Stadien von equinem Asthma</h2>
<h3>Ist equines Asthma heilbar?</h3>
<p>Auch ein Pferd mit schwerem equinem Asthma kann nach Sandras Erfahrung wieder beschwerdefrei und belastbar werden. Vollständig umkehrbar sind allerdings nicht alle Veränderungen, denn ein Umbau der Atemwegswände, der über lange Zeit entstanden ist, kann teilweise bestehen bleiben. Das Stadium, in dem ihr startet, macht deshalb einen Unterschied.</p>
<h3>Was ist der Unterschied zwischen COPD und equinem Asthma?</h3>
<p>COPD beim Pferd und equines Asthma meinen heute dasselbe Thema, weil equines Asthma der Überbegriff für die älteren Abkürzungen ist. COB, englisch COPD, bezeichnete ursprünglich eine chronisch obstruktive Bronchitis. Gemeint war eine entzündliche Erkrankung der Atemwege, die bei entsprechender genetischer Veranlagung durch längere Belastung mit Staub und Allergenen entsteht.</p>
<h3>Was bedeutet Dämpfigkeit beim Pferd?</h3>
<p>Dämpfigkeit ist der alte Ausdruck für schweres equines Asthma, also für Stadium 5. Typisch sind deutliche Beschwerden mit der Atmung, pumpendes oder pressendes Atmen, eine Dampfrinne entlang des Bauchs und kaum noch Belastbarkeit.</p>
<h3>Kann ein Pferd mit equinem Asthma noch geritten werden?</h3>
<p>Ob ein asthmatisches Pferd geritten werden kann, hängt vom Stadium und vom einzelnen Pferd ab. In den Erfahrungsberichten oben beschreiben zwei Besitzerinnen, dass ihre Pferde nach der Begleitung wieder reitbar waren, eines davon mit fast 30 Jahren.</p>
<h3>Was heißt Endstadium bei equinem Asthma?</h3>
<p>Mit Endstadium ist meist Stadium 5 gemeint, also schweres equines Asthma. Nach Sandras Erfahrung ist der Begriff irreführend. In Sandras Reha-Betrieb standen Pferde, bei denen im Umfeld schon über das Einschläfern gesprochen wurde und die sich trotzdem vollständig erholt haben.</p>
<h2>Wer steht hinter der Einteilung in fünf Stadien?</h2>
<p>Hinter der Einteilung steht Dr. Sandra Löckener, promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Sandra hat an einer veterinärmedizinischen Fakultät geforscht, leitet seit über zehn Jahren einen eigenen Reha-Betrieb und arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden. Begleitet hat Sandra über 800 Pferde.</p>
<p>Die Einteilung in fünf Stadien klärt Sandra in einem Erstgespräch als Erstes, zusammen mit ihrer Frage: Was ist im jetzigen Stadium sinnvoll und was nicht?</p>
<p>Mehr von Sandra zu den Themen rund um die Atemwege findest du in ihrem Beitrag zur <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-38-stroh-spaene-pellets-co-die-beste-einstreu-fuer-kranke-pferde/">besten Einstreu für kranke Pferde</a> und in der <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/heu-2024-enthuellung-der-ersten-analysedaten/">Heu-Analyse 2024</a>.</p>
<p><strong><a href="https://live.sandra-loeckener.de/sl-beratung" target="_blank" rel="noopener">Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →</a></strong></p>
<h2><!-- ghq-cluster-links -->Wie es nach den Stadien weitergeht</h2>
<ul>
<li><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-symptome/">Symptome von equinem Asthma erkennen</a></li>
<li><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-lebenserwartung/">Lebenserwartung bei equinem Asthma</a></li>
<li><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-behandlung/">Behandlung: was du selbst tun kannst</a></li>
<li><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/equines-asthma-fuetterung-haltung/">Fütterung und Haltung bei equinem Asthma</a></li>
<li><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-mit-asthma-reiten/">Pferd mit Asthma reiten</a></li>
<li><a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/pferd-inhalieren/">Pferd inhalieren</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Episode 51 &#8211; So beeinflussen wir unsere Pferde – unbewusst</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-51-spiegeln-pferde-unsere-emotionen-was-forschung-und-erfahrung-sagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Mitter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 23:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Folge 50 haben wir uns die wissenschaftliche Seite angeschaut: Was sagen aktuelle Erkenntnisse über die Sensibilität von Pferden und unseren Einfluss auf sie? Heute in Folge 51 gehen wir den nächsten Schritt – raus aus der Theorie, rein in die Praxis.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-51-spiegeln-pferde-unsere-emotionen-was-forschung-und-erfahrung-sagen/">Episode 51 &#8211; So beeinflussen wir unsere Pferde – unbewusst</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de">Tipps zur Pferdegesundheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die 51. Episode des Podcasts &#8222;Vom kranken zum gesunden Pferd&#8220; behandelt das Thema:</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>🐴 So beeinflussen wir unsere Pferde – unbewusst</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spiegeln sich Pferd und Mensch wirklich gegenseitig – oder ist das nur ein schönes Bild? </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Folge 50 haben wir uns die wissenschaftliche Seite angeschaut: Was sagen aktuelle Erkenntnisse über die Sensibilität von Pferden und unseren Einfluss auf sie? Heute in Folge 51 gehen wir den nächsten Schritt – raus aus der Theorie, rein in die Praxis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir teilen echte Geschichten aus dem Stall: Momente, in denen ein gestresster Mensch sein Pferd in den Wahnsinn getrieben hat. Situationen, in denen ein Pferd seine Reiterin mehr verändert hat als jedes Coaching. Und kleine Aha-Momente, die zeigen, wie eng diese Verbindung wirklich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Du erfährst: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie sich emotionale Spiegelung im Alltag konkret zeigt </li>



<li>Welche typischen Muster fast alle Pferdemenschen kennen </li>



<li>Was du daraus für deine eigene Beziehung zu deinem Pferd mitnehmen kannst </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><img decoding="async" src="https://fonts.gstatic.com/s/e/notoemoji/16.0/1f3a7/32.png" alt="🎧" title="Episode 51 - So beeinflussen wir unsere Pferde – unbewusst 1">&nbsp;<strong>Für alle Reiter:innen, Pferdebesitzer:innen und Trainer:innen, die die Beziehung zu ihrem Pferd bewusster verstehen wollen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">📱 Folge uns für mehr Tipps rund um Pferdegesundheit!</p>



<p class="wp-block-paragraph">📩 Du hast Fragen oder Feedback zur Folge?<br>Dann schreib uns gerne auf Instagram @vomkrankenzumgesundenpferd oder per E-Mail an <a href="mailto:support@powerpferd.de">support@powerpferd.de</a>:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Episode 50 &#8211; Spiegeln Pferde unsere Emotionen? Was Forschung und Erfahrung sagen</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-50-spiegeln-pferde-unsere-emotionen-was-forschung-und-erfahrung-sagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Mitter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 15:26:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In dieser Folge von Powerpferd gehen wir zwei zentralen Fragen nach: Ist die emotionale Spiegelung wissenschaftlich belegbar? Welche Erfahrungen zeigen sich in der täglichen Praxis? Du erfährst, was aktuelle Erkenntnisse über die Sensibilität von Pferden sagen – und wie stark wir Menschen tatsächlich Einfluss nehmen. 🎧 Für alle Reiter:innen, Pferdebesitzer:innen und Trainer:innen, die die Beziehung zu ihrem Pferd bewusster verstehen wollen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-50-spiegeln-pferde-unsere-emotionen-was-forschung-und-erfahrung-sagen/">Episode 50 &#8211; Spiegeln Pferde unsere Emotionen? Was Forschung und Erfahrung sagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de">Tipps zur Pferdegesundheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die 50. Episode des Podcasts &#8222;Vom kranken zum gesunden Pferd&#8220; behandelt das Thema:</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>🐴 Dein Stress = unruhiges Pferd?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Spiegeln Pferde wirklich unsere Emotionen – oder ist das nur ein subjektives Gefühl? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Pferdemenschen kennen es: An stressigen Tagen wirkt das Pferd unruhiger. Sind wir gelassen, scheint auch unser Pferd entspannter. Doch was steckt wirklich dahinter? </p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Folge von Powerpferd gehen wir zwei zentralen Fragen nach: Ist die emotionale Spiegelung wissenschaftlich belegbar? Welche Erfahrungen zeigen sich in der täglichen Praxis? Du erfährst, was aktuelle Erkenntnisse über die Sensibilität von Pferden sagen – und wie stark wir Menschen tatsächlich Einfluss nehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><img decoding="async" src="https://fonts.gstatic.com/s/e/notoemoji/16.0/1f3a7/32.png" alt="🎧" title="Episode 50 - Spiegeln Pferde unsere Emotionen? Was Forschung und Erfahrung sagen 2"> <strong>Für alle Reiter:innen, Pferdebesitzer:innen und Trainer:innen, die die Beziehung zu ihrem Pferd bewusster verstehen wollen.</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Episode 49 &#8211; Wieviel Platz braucht dein Pferd? Tierwohl zwischen Gegebenheiten und Wirtschaftlichkeit</title>
		<link>https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-49-wieviel-platz-braucht-dein-pferd-tierwohl-zwischen-gegebenheiten-und-wirtschaftlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Mitter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 02:03:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[> Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/?p=5473</guid>

					<description><![CDATA[<p>In dieser Folge von Powerpferd gehen wir der Frage nach, wie viel Raum ein Pferd für ein pferdegerechtes Leben benötigt – und wofür es diesen Platz tatsächlich nutzt. Wir schauen uns konkret an, welche Anforderungen Pferde beim Ruhen, Liegen, Bewegen und im Sozialkontakt haben und wie sich diese Bedürfnisse in unterschiedlichen Haltungsformen wie Box, Stall und Auslauf widerspiegeln. Dabei beleuchten wir das sensible Spannungsfeld zwischen Tierwohl, bestehenden Gegebenheiten und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit in der Pferdehaltung. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-49-wieviel-platz-braucht-dein-pferd-tierwohl-zwischen-gegebenheiten-und-wirtschaftlichkeit/">Episode 49 &#8211; Wieviel Platz braucht dein Pferd? Tierwohl zwischen Gegebenheiten und Wirtschaftlichkeit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de">Tipps zur Pferdegesundheit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die 49. Episode des Podcasts &#8222;Vom kranken zum gesunden Pferd&#8220; behandelt das Thema:</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>🐴 Tierwohl vs. Wirtschaftlichkeit &#8211; wie vereinen?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel Platz braucht ein Pferd wirklich? </p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Folge von Powerpferd gehen wir der Frage nach, wie viel Raum ein Pferd für ein pferdegerechtes Leben benötigt – und wofür es diesen Platz tatsächlich nutzt. Wir schauen uns konkret an, welche Anforderungen Pferde beim Ruhen, Liegen, Bewegen und im Sozialkontakt haben und wie sich diese Bedürfnisse in unterschiedlichen Haltungsformen wie Box, Stall und Auslauf widerspiegeln. Dabei beleuchten wir das sensible Spannungsfeld zwischen Tierwohl, bestehenden Gegebenheiten und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit in der Pferdehaltung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ehrliche, differenzierte Betrachtung für Pferdehalter:innen, Stallbetreiber:innen und alle, die Verantwortung für Pferde tragen und Haltung bewusst hinterfragen möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><img decoding="async" src="https://fonts.gstatic.com/s/e/notoemoji/16.0/1f3a7/32.png" alt="🎧" title="Episode 49 - Wieviel Platz braucht dein Pferd? Tierwohl zwischen Gegebenheiten und Wirtschaftlichkeit 3">&nbsp;<strong>Höre jetzt rein und erhalte neue Perspektiven für die Therapie deines Pferdes.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">📱 Folge uns für mehr Tipps rund um Pferdegesundheit!</p>



<p class="wp-block-paragraph">📩 Du hast Fragen oder Feedback zur Folge?<br>Dann schreib uns gerne auf Instagram @vomkrankenzumgesundenpferd oder per E-Mail an <a href="mailto:support@powerpferd.de">support@powerpferd.de</a>:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/episode-49-wieviel-platz-braucht-dein-pferd-tierwohl-zwischen-gegebenheiten-und-wirtschaftlichkeit/">Episode 49 &#8211; Wieviel Platz braucht dein Pferd? Tierwohl zwischen Gegebenheiten und Wirtschaftlichkeit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de">Tipps zur Pferdegesundheit</a>.</p>
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