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Equines Asthma beim Pferd: Ursachen, Stadien und was du tun kannst

Equines Asthma ist eine chronische, nicht ansteckende Entzündung der unteren Atemwege beim Pferd. Gemeint ist jede Lungensymptomatik, die kein Infekt ist und nicht innerhalb weniger Wochen von selbst abklingt.

Vielleicht hat dein Pferd gerade die Diagnose bekommen, und du fragst dich, wie es jetzt weitergeht. Dann atme erst einmal durch, denn equines Asthma heißt nicht zwangsläufig, dass dein Pferd lebenslang Medikamente braucht oder lebenslang mit Husten leben muss.

Das Wichtigste in Kürze

  • Equines Asthma ist der heutige Überbegriff für COB, COPD, IAD, RAO und Dämpfigkeit, also für chronische, nicht infektiöse Entzündungen der unteren Atemwege beim Pferd.
  • Equines Asthma entsteht nicht über Nacht, denn wenn ein Pferd zum ersten Mal hustet, laufen die Prozesse in der Lunge oft schon seit Monaten oder Jahren.
  • Die genetische Veranlagung entscheidet mit, wie stark das Immunsystem eines Pferdes reagiert, deshalb erkrankt von zwei gleich gehaltenen Pferden oft nur eines an equinem Asthma.
  • Die Symptome von equinem Asthma können vollständig verschwinden, die Überempfindlichkeit der Atemwege bleibt aber lebenslang bestehen.
  • Je länger die Entzündung bei equinem Asthma besteht, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich Teile der Atemwege nicht mehr komplett erholen, und deshalb lohnt es sich, früh zu handeln.

Was ist equines Asthma beim Pferd?

Equines Asthma ist der Überbegriff für chronische, also länger andauernde, nicht infektiöse, entzündliche Erkrankungen der unteren Atemwege. Hat dein Pferd immer wieder Beschwerden in den tiefen Atemwegen, saisonal oder durchgehend, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr im Team equines Asthma gelandet seid.

Das Pferd ist ein sogenannter obligater Nasenatmer. Anders als wir Menschen kann ein Pferd nicht einfach durch den Mund atmen, wenn die Luft knapp wird, die gesamte Atemluft muss durch die Nüstern. Deshalb kann jede Einschränkung der Atemwege für ein Pferd besonders problematisch sein.

Und warum fällt equines Asthma dann oft so spät auf? Die Pferdelunge hat eine enorme Leistungsreserve, an die wir im Freizeitbereich für gewöhnlich gar nicht herankommen. Bevor dir überhaupt etwas auffällt, müssen deshalb schon deutliche Entzündungen oder Veränderungen in den Atemwegen vorhanden sein.

Woher kommt equines Asthma?

Equines Asthma entsteht aus einem Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und den Einflüssen, die jeden Tag auf die Atemwege wirken. Viele Besitzerinnen haben das Gefühl, ihr Pferd habe ganz plötzlich Asthma bekommen, und dieses Gefühl ist gut nachvollziehbar.

Aus biologischer Sicht laufen die krankhaften Prozesse in der Lunge aber häufig schon seit Monaten oder sogar Jahren, wenn ein Pferd die ersten Symptome zeigt. Sandra vergleicht den ersten Husten deshalb mit der Spitze eines Eisbergs.

Warum erkrankt oft nur eines von zwei Pferden?

Stell dir zwei Pferde vor, die im selben Stall stehen, dasselbe Heu fressen, auf dieselbe Koppel gehen und dieselbe Luft atmen. Und trotzdem entwickelt nur eines der beiden Pferde Asthma. Weißt du, woran der Unterschied liegt?

Der Unterschied liegt in der genetischen Veranlagung, denn die Veranlagung beeinflusst, wie das Immunsystem auf Einflüsse von außen reagiert. Bei manchen Pferden bewerten die Immunzellen eigentlich harmlose Partikel als Gefahr, so als wären es Keime.

Das Immunsystem antwortet mit einer Entzündung, die den Körper eigentlich schützen soll, bei Asthma aber selbst zum Problem wird. Ein Pferd ohne angeborene Übersensitivität der Lunge hält dagegen deutlich mehr aus, bevor sein Immunsystem reagiert.

Vielleicht kennst du den Satz aus deinem Stall: „Mein Pferd führt so ein gesundes Leben und bekommt Asthma, und dem Pferd meiner Stallnachbarin geht es mit viel schlechterer Haltung tadellos.“ Ganz ehrlich, dieser Unterschied hat nicht in erster Linie mit gutem oder schlechtem Management zu tun.

Welche Einflüsse wirken auf die Atemwege?

Auf die Atemwege eines Pferdes wirken jeden Tag unzählige Faktoren ein, von Staub und Allergenen über Toxine bis zu Training und Wetter. Dr. Sandra Löckener, Expertin für Pferdegesundheit mit eigenem Reha-Betrieb, begegnen in der Praxis immer wieder diese Einflüsse:

  • Staub aus Heu und Einstreu
  • Ammoniak aus dem Urin
  • Staub in Reithalle und Paddock
  • Rauch und Holzschutzmittel

Oft hat der Moment, in dem die Symptome sichtbar werden, einen Anlass. Vielleicht hatte dein Pferd einen kleinen Infekt oder eine Impfung, und seitdem bekommst du den Husten nicht mehr weg. Dass der Husten nach so einem Anlass bleibt, liegt häufig ebenfalls an der Veranlagung.

Wie entsteht equines Asthma in der Lunge?

Equines Asthma entwickelt sich in vier Phasen, und die ersten Phasen verlaufen ohne ein einziges Symptom. So beschreibt Sandra den Weg:

  1. Die stille Sensibilisierung. Dein Pferd wirkt gesund und leistungsbereit. In den Atemwegen sitzen spezialisierte Immunzellen, die wie Wächter alles kontrollieren, was eingeatmet wird, und bei genetisch empfindlichen Pferden beginnt in dieser Phase eine Fehlprogrammierung des Immunsystems.
  2. Die unterschwellige Entzündung. Entzündungszellen wandern in die Atemwege ein, und die Schleimhaut schwillt teilweise schon leicht an. Dieser Zustand kann über Jahre bestehen, ohne Husten, ohne Atemnot und ohne erkennbare Leistungseinbußen.
  3. Die Überempfindlichkeit der Atemwege. Die Atemwege werden immer reizbarer, und Reize, die ein gesundes Pferd problemlos wegsteckt, lösen jetzt Reaktionen aus. Sandra vergleicht diese Entwicklung mit ihrem Hund Giovanni: Anfangs löste nur ein heftiges Gewitter bei Giovanni Alarm aus, später reichte schon ein weit entfernter Donner.
  4. Die ersten Symptome. Jetzt bemerkst du zum ersten Mal etwas, zum Beispiel gelegentlichen Husten beim Antraben, Husten beim Fressen oder Nasenausfluss. Diese Frühzeichen können auftreten, müssen aber nicht, und manche Pferde husten nie und überraschen ihre Besitzerin eines Tages mit einem Asthmaanfall und akuter Atemnot.

Was passiert bei equinem Asthma in den Bronchien?

Sobald equines Asthma Symptome zeigt, können in den Bronchien drei Prozesse ablaufen:

  • Die Muskulatur um die Bronchien zieht sich zusammen, und die Atemwege werden enger.
  • Die schleimbildenden Zellen produzieren mehr Schleim, teilweise so zähen, dass die Atemwege den Schleim nur schwer abtransportieren können.
  • Die Schleimhaut verdickt sich, und der verbleibende Durchmesser der Atemwege schrumpft weiter.

Hält die Entzündung lange an, verändert sich das Gewebe der Atemwege dauerhaft. Fachleute nennen diesen Umbau Airway Remodeling: Die Wände der Bronchien werden dicker, Bindegewebe nimmt zu, und die Atemwege verlieren an Elastizität. Bei schweren oder lange bestehenden Fällen kann dieser Umbau teilweise irreversibel werden.

Und weißt du, was dann passiert? Es entsteht ein Teufelskreis. Entzündung führt zu mehr Schleim, mehr Schleim verschlechtert die Selbstreinigung der Lunge, und abgelagerte Partikel befeuern die Entzündung weiter.

Die Schwellung verschlechtert zusätzlich die Belüftung der Lunge, und in einer schlecht belüfteten Lunge bilden sich Entzündungen schwerer zurück. Weil sich diese Prozesse gegenseitig verstärken, ist frühes Eingreifen so wichtig.

Sind COPD, Dämpfigkeit und Heustauballergie dasselbe wie equines Asthma?

COPD und Dämpfigkeit sind ältere Namen für Formen dessen, was heute equines Asthma heißt. Die Heustauballergie ist dagegen ein Alltagsname, den viele Pferdebesitzerinnen einem möglichen Auslöser geben.

Alter NameWas damit gemeint warHeutige Einordnung
COB, englisch COPDchronisch obstruktive Bronchitis mit Husten, Schleim in der Lunge, erhöhter Atemfrequenz und verengten Atemwegenequines Asthma
IAD (inflammatorische Atemwegserkrankung)milde Verlaufsformmilde Form von equinem Asthma
RAO (Recurrent Airway Obstruction)schwere, chronische Formschwere Form von equinem Asthma
DämpfigkeitPferd atmet pumpend oder pressend, oft mit Dampfrinneschwere oder hochgradige Form
HeustauballergieAlltagsname für einen möglichen Auslöserkein eigener Fachbegriff

COB entsteht bei entsprechender genetischer Veranlagung durch längere Belastung mit Staub und Allergenen, teilweise in Kombination mit einem Infekt oder schlechter Luftqualität. Die Unterscheidung nach den alten Namen ist heute nicht mehr üblich, der Schweregrad selbst ist für die Planung aber weiterhin wichtig.

Woran erkennt man ein dämpfiges Pferd?

Wenn wir von einem dämpfigen Pferd hören, haben wir gleich ein Bild vor Augen: ein Pferd, das pumpend oder pressend atmet, weil es schlecht Luft bekommt, oft mit hörbaren Atemgeräuschen und vor Anstrengung geweiteten Nüstern.

Muss ein Pferd über längere Zeit die Bauchmuskulatur einsetzen, um die Luft wieder aus der Lunge zu pressen, formt die Muskulatur eine sichtbare Wölbung entlang des Bauchs. Diese Wölbung heißt Dampfrinne.

Ist Heustaub der Auslöser von equinem Asthma?

Heustaub ist ein möglicher Auslöser, aber nicht die ganze Erklärung. Heu ist grundsätzlich staubig, und ein Pferd mit empfindlichen Atemwegen reagiert nach Sandras Erfahrung empfindlich auf den Staub im Heu. Außerdem können verschiedene weitere Faktoren das Immunsystem aktivieren, bis eine chronische Entzündung entsteht.

In welchen Stadien verläuft equines Asthma?

Equines Asthma verläuft in fünf Stadien, von gelegentlichem Husten bis zu angestrengter Atmung in Ruhe. Die letzten drei Stadien entsprechen dem milden, dem mittelschweren und dem schweren equinen Asthma.

Der Übergang von einem Stadium ins nächste kündigt sich nicht an, und viele Besitzerinnen schätzen ihr Pferd eher eine Stufe zu früh ein. Wie du erkennst, wo ihr gerade steht, erklärt die Seite Equines Asthma: die fünf Stadien.

Finde mit dem Phasen-Check heraus, wo dein Pferd gerade steht →

Woran erkennst du equines Asthma?

Typische frühe Zeichen von equinem Asthma sind Husten beim Antraben, Husten beim Fressen und Nasenausfluss. Später können Hustenanfälle dazukommen, eine schnellere oder schwerere Atmung und eine längere Erholung nach der Belastung.

Weil die Pferdelunge so viel ausgleichen kann, wirken diese Zeichen oft leiser als die Entzündung, die in der Lunge abläuft. Welche Symptome in welchem Stadium auftauchen, liest du auf der Seite Symptome von equinem Asthma.

Hustet dein Pferd erst seit Kurzem, hilft dir auch der Überblick Wenn dein Pferd hustet.

Wie alt werden Pferde mit equinem Asthma?

Pferde mit equinem Asthma haben nach Sandras Erfahrung sehr gute Chancen, symptomfrei und glücklich alt zu werden. Viele Pferde mit equinem Asthma sind langfristig völlig beschwerdefrei, können normal trainiert werden und führen ein normales Leben.

Sandra hat in ihrem Reha-Betrieb regelmäßig Pferde, deren Lunge so stark geschädigt ist, dass man sich kaum vorstellen kann, dass das Tierchen wieder leistungsfähig wird. Auch solche schwer betroffenen Pferde können oft wieder hustenfrei und belastbar werden.

Mehr zur Lebenserwartung deines Pferdes liest du auf der Seite Equines Asthma und Lebenserwartung.

Was hilft bei equinem Asthma?

Bei equinem Asthma gibt es kein einzelnes Mittel, das für jedes Pferd passt. Es kommt auf die passende Maßnahme zum passenden Zeitpunkt an, denn die Erkrankung hat viele Einflussfaktoren und verläuft bei jedem Pferd anders.

Was für das eine Pferd super ist, bringt dem nächsten gar nichts und kann für ein drittes sogar schädlich sein. In Sandras Arbeit stehen deshalb die Bereiche im Mittelpunkt, die du als Besitzerin selbst in der Hand hast:

  • die Umgebung und Haltung deines Pferdes
  • die Ernährung deines Pferdes
  • die Bewegung deines Pferdes

Diese drei Bereiche klingen vielleicht unspektakulär. Sandra sagt aber ganz ehrlich, dass es keine Wundersuppe und keinen Wunderhustensaft gibt und es auf die Detailarbeit ankommt.

Medikamente verschreibt und dosiert dein Tierarzt. Sandra rät, sich nicht von Anfang an gegen Kortison zu stellen, weil Sandra viele Pferde erlebt hat, denen es mit Kortison deutlich besser ging.

Nach Sandras Erfahrung brauchen die meisten Pferde mit chronischen Atemwegsbeschwerden aber kein Kortison auf Dauer. Wie du die Möglichkeiten einordnest und was du selbst tun kannst, liest du auf der Seite Was hilft bei equinem Asthma.

Wie sollte ich ein Pferd mit Asthma füttern und halten?

Die Haltung ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn dein Pferd equines Asthma hat. Heu ist grundsätzlich staubig, deshalb empfiehlt Sandra, das Heu für ein Pferd mit empfindlichen Atemwegen komplett zu waschen und zu tauchen, statt das Heu nur zu übergießen oder zu besprühen.

Die Einstreu sollte staubfrei sein, und der Ammoniak aus dem Urin muss gebunden oder regelmäßig entfernt werden. Denk auch an die Nachbarboxen, denn der Staub von trockenem Heu oder Stroh beim Stallnachbarn erreicht auch dein Pferd.

Wie du Heu, Einstreu und Zusatzfutter im Alltag anpasst, findest du auf der Seite Fütterung und Haltung bei equinem Asthma.

Kann ich ein Pferd mit equinem Asthma reiten?

Oft ja, abhängig vom Stadium und vom einzelnen Pferd. Gezielte Bewegung kann ein Pferd sogar unterstützen, seine Lunge wieder stärker zu belüften, weil Pferde mit Atemwegsproblemen ihre Lunge oft nicht ausreichend nutzen.

Überfordern solltest du deinen Liebling allerdings nicht, denn eine zu starke Anstrengung kann einen Asthmaanfall auslösen. Sandra orientiert sich deshalb an der Atemfrequenz und arbeitet mit einem Wechsel aus kurzer Belastung und Erholung, bei vielen Pferden zunächst nur im Schritt.

Wie du das Training an dein Pferd anpasst, erklärt die Seite Pferd mit Asthma reiten.

Sollte ich mein Pferd inhalieren lassen?

Das Inhalieren kann in bestimmten Phasen sinnvoll sein, zum Beispiel wenn dein Pferd festsitzenden Schleim hat. Beim Inhalieren werden die Atemwege befeuchtet, und zäher Schleim kann sich leichter lösen und abtransportiert werden.

Nicht jedes Pferd profitiert vom Inhalieren, und langfristig inhalieren muss kaum ein Pferd, das gut eingestellt ist. Viele Besitzerinnen, die Sandra begleitet hat, verkaufen ihren Inhalator später wieder. Wann sich das Inhalieren lohnt, liest du auf der Seite Pferd inhalieren.

Warum lohnt es sich, bei equinem Asthma früh zu handeln?

Je länger die Entzündung besteht, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche Bereiche der Atemwege nicht mehr komplett erholen. Der ursprüngliche Schweregrad verrät dagegen erstaunlich wenig über die Frage, wie gut es einem Pferd später wieder gehen kann.

Auch Pferde mit schwerem equinem Asthma können völlig beschwerdefrei werden. Sandras Rat an dich lautet: „Man muss nicht sofort hysterisch werden, aber man sollte sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen.“

Gib dich auf dem Weg zu einem beschwerdefreien Pferd nicht mit halben Lösungen zufrieden. Ein Pferd, das früher fünfzigmal am Tag gehustet hat und jetzt nur noch dreimal, ist auf einem guten Weg, aber mit dreimal Husten am Tag noch nicht gesund.

Schau dir an, wie eine Atemwegs-Reha aufgebaut ist →

Wer steht hinter dieser Seite?

Dr. Sandra Löckener ist promovierte Biologin und Expertin für Pferdegesundheit. Sandra hat an einer veterinärmedizinischen Fakultät geforscht, leitet seit über zehn Jahren einen eigenen Reha-Betrieb und arbeitet seit über zwanzig Jahren mit atemwegserkrankten Pferden. Über 800 Pferde mit Asthma hat Sandra begleitet.

Bei 99 Prozent der Pferde, die Sandra in der Atemwegs-Reha begleitet hat, ließen sich die Symptome deutlich verbessern. Das ist keine Zusage für dein Pferd, denn jeder Verlauf ist anders. Die Zahl zeigt aber, dass equines Asthma kein Grund ist, dein Pferd aufzugeben.

Häufige Fragen

Ist equines Asthma heilbar?

Die Symptome von equinem Asthma können vollständig verschwinden, die Veranlagung bleibt. Ein Pferd kann wieder leistungsfähig und beschwerdefrei werden, die Überempfindlichkeit der Atemwege besteht aber lebenslang.

Nach einer erfolgreichen Regeneration kann das Pferd einen Toleranzbereich entwickeln, in dem sein Immunsystem nicht mehr bei jedem zusätzlichen Einfluss überreagiert. Die realistische Erwartung lautet deshalb, dass dein Pferd dauerhaft beschwerdefrei sein kann und du frühe Anzeichen einzuordnen weißt.

Ist equines Asthma ansteckend?

Equines Asthma ist nicht ansteckend, denn per Definition handelt es sich um eine nicht infektiöse Entzündung der unteren Atemwege. Ein Infekt kann aber den Anstoß geben, ab dem ein veranlagtes Pferd nicht mehr aufhört zu husten.

Kann equines Asthma plötzlich auftreten?

Die Symptome können plötzlich auftreten, die Erkrankung selbst entsteht aber nicht plötzlich. Manche Pferde husten nie und haben eines Tages einen Asthmaanfall mit akuter Atemnot, obwohl die Prozesse in der Lunge oft schon seit Monaten oder Jahren laufen.

Ist Dämpfigkeit eine Allergie?

Dämpfigkeit, also schweres equines Asthma, ist nicht unbedingt eine Allergie. Schweres equines Asthma kann durch Allergene vermittelt sein, ist aber nicht immer eine klassische Allergie, wie wir sie vom Menschen kennen. Verschiedene Faktoren aktivieren das Immunsystem, und am Ende steht eine chronische Entzündung.

Muss ein Pferd mit equinem Asthma eingeschläfert werden?

Nicht zwangsläufig, denn aus Sandras Erfahrung ist ein schweres Stadium kein feststehendes Ende. In Sandras Reha-Betrieb standen Pferde, die über Jahre nicht mehr belastbar waren und bei denen schon zum Einschläfern geraten worden war.

Diese Pferde haben sich so gut erholt, dass sie mit höchstens leichten Einschränkungen ein glückliches Pferdeleben führen konnten. Die Entscheidung über dein Pferd triffst du gemeinsam mit deinem Tierarzt, der dein Pferd kennt.

Bin ich schuld, wenn mein Pferd Asthma hat?

Asthma ist keine Frage von Schuld, und das ist Sandra ganz wichtig. Die genetische Veranlagung entscheidet mit, wie stark das Immunsystem auf Staub und andere Einflüsse reagiert, deshalb erkrankt von zwei gleich gehaltenen Pferden oft nur eines.

Die meisten Pferde, die zu Sandra kommen, sind vorher schon gut versorgt. Den Unterschied macht dann die Detailarbeit, die auf das einzelne Pferd abgestimmt ist.

Erfahre, wie Sandra mit atemwegserkrankten Pferden arbeitet →

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