Blogartikel, Darm, Verdauung

Von Darmproblemen zum gesunden Pferd

Darum geht es in der Pferdepodcast-Folge:

Darmgesundheit: Was tun bei Kotwasser, Blähungen und Co.?

Interessiert dich, was wichtig ist für einen gesunden Darm beim Pferd und freust du dich über Tipps gegen Kotwasser, Blähungen, Durchfall oder andere Darmprobleme beim Pferd?

Dann gönn dir diesen Einblick in die vierte Folge deines Ratgeber-Podcasts “vom kranken zum gesunden Pferd”.

Gemeinsam mit Pferdebesitzerin Alina geht Sandra Darmproblemen bei Pferden wie Kotwasser, Durchfall oder Blähungen auf die Spur und wir erkunden die faszinierende Welt des Darmmikrobioms bei Pferden.

Lies hier, wann und wie die Darmprobleme von Wallach Viva begannen, welche Maßnahmen gar nichts brachten und warum Alina das letzte Blutbild völlig überrascht hat.

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Einleitung: Die Ausgangssituation nach dem Kauf von Pferd Viva

Unser Gast Alina berichtete, dass ihr Herzenspferd vor zwei Jahren, gleich wenige Wochen nach dem Kauf, die Symptome Kotwasser und Aufgasung zeigte. Als treusorgende Pferdemutti scheute Alina keine Kosten und Mühen. Sie investierte mehr als 2.500€ in Darmfloraanalysen und Zusatzfutter für den Pferde-Darm. Doch nichts half. Bis sie sich an Sandra wandte.

Aber ganz von vorn: Wie läuft so eine Darm-Therapie ab? Erzählt mal, Sandra und Alina.

Alina: zu Beginn unserer Darmtherapie bei Sandra haben wir eine sehr umfangreiche Anamnese gemacht. Ich war echt erstaunt, welche Fragen mir gestellt wurden, die für mich zunächst gar nichts mit den Problemen meines Pferdes zu tun hatten. Aber für Sandra waren sehr viele Aspekte wichtig, um ein ganzheitliches Bild der Gesundheit meines Pferdes zu bekommen. Ziel der Anamnese war, die Ursachen von Kotwasser und den Blähungen meines Pferdes zu finden. Ich hatte keine Ahnung, wie viele Ursachen es gibt.

Die Ursachenforschung ist bei Darmproblemen essentiell

Sandra: Da sprichst du einen sehr wichtigen Punkt an, Alina. Es bringt langfristig gar nichts, nur die Symptome zu behandeln, denn wenn die Ursache beispielsweise des symptoms Kotwasser nicht gefunden wird, werden die Beschwerden wiederkommen. Die Ursachen können in der Tat sehr vielfältig sein. Mögliche Ursachen sind Infektionen durch Bakterien oder Viren, eine Reaktion auf Futterbestandteile, Nährstoffmangel, Stress, Zahnprobleme, Endoparasiten, Futterverdaulichkeit, reizende Sedimente, mangelhaftes Futtermanagement, Entzündungen, Geschwüre, Futterqualität, Futterumstellungen, hormonelle Probleme, Stoffwechselstörungen, unpassendes Bewegungsmanagement…

Du kannst dir bei der Menge an Ursachen sicher vorstellen, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, mit einer rein symptomatischen Therapie die Ursache zu beheben. Deshalb ist eine umfassende Anamnese sehr wichtig für eine wirkungsvolle Therapie.

Nach der Anamnese: Weglassen des Minerafutters

Alina: Nachdem wir die Anamnese gemacht hatten, war ich tatsächlich sehr erstaunt, wie wenig Maßnahmen dann für die Therapie notwendig waren. Zuvor hatte ich eher sehr viel, sehr planlos angewendet – jetzt sehr wenig und dafür exakt auf den Punkt gebracht. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich meinen Geldbeutel enorm schonen können. Viele Zusammenhänge waren mir überhaupt nicht klar, obwohl ich mich natürlich sehr viel belesen hatte zu dem Thema und mir Tipps aus Gruppen geholt hatte. Aber letztendlich liest man dort überall das gleiche.

Richtig in Panik versetzt hat mich zunächst die Aufgabe, Vivas Mineralfutter komplett weg zu lassen. Aufgrund der Darmbeschwerden hatte ich ohnehin schon Angst vor einer Nährstoff-Unterversorgung und konnte mir nicht vorstellen, dass es meinem Pferd weiterhin gut geht ohne Mineralfutter. Dass Mineralfutter, das Darmmilieu empfindlich stören kann, wusste ich nicht.

Zinkkur für Pferde: Vorsicht beim zufüttern von Zink!

Sandra: Ein typisches Beispiel ist hier, die Zufütterung von Zink. Ich glaube, kein Nährstoff wird so gerne als Kur gefüttert wie Zink. Im Fellwechsel, für gesunde Hufe, für ein gutes Immunsystem… Der erste Gedanke vieler Pferdebesitzer ist eine Zinkkur. Tatsächlich zeigt eine Studie, dass Zink das Darm-Mikrobiom stören kann und eine bedarfsüberschreitende Zufütterung zu Dysbiosen im Darm beim Pferd führt. Auch für weitere Nährstoffe gilt dieser Zusammenhang.

Alina: Ich war natürlich froh, diesen Zusammenhang kennen zu lernen und mein Pferd durch meine gut gemeinte Zufütterung nicht weiter zu belasten. Dennoch war es für mich sehr schwierig, weniger zu füttern. Ich glaube, wir Pferdebesitzer füttern einfach alle gern. Glücklicherweise gab es ein paar wenige Zusatzfutter, die ich geben durfte. So konnte ich meine Futterliebe in kleinem Rahmen weiterführen.

Sandra: Für Pferde, die es gewöhnt sind, regelmäßig vom Besitzer gefüttert zu werden, kann es frustrierend sein, wenn diese Routine plötzlich wegfällt. Deshalb ist es schon sinnvoll, eine Alternative zu überlegen, um diese Routine für Besitzer und Pferd beibehalten zu können. Hier habe ich zwei Tipps, wie man sein Pferd zufüttern und gleichzeitig die Darmgesundheit verbessern kann.

Die Zufütterung von Flohsamenschalen

Obwohl das Mikrobioms des Pferdes bei weitem nicht vollständig entschlüsselt ist und wir letztendlich nicht 100-prozentig wissen, welche Bakterien in welcher Anzahl in einem gesunden Mikrobiom enthalten sind, gibt es manche Bakterienstämme, von denen wir inzwischen wissen, dass sie in großer Anzahl in einem gesunden Pferde Darm vorkommen. Diese Bakterien-Gattungen fühlen sich nachweislich wohl, wenn Flohsamenschalen zugefüttert werden. Flohsamenschalen begünstigen also ein gesundes Darmmilieu beim Pferd. Du kannst sie entweder kurweise füttern oder auch regelmäßig. Wichtig ist nur, dass du sie gut mit ausreichend Wasser vorquellen lässt. Viele Pferde lieben eine kleine Portion Mash, zum Beispiel Flohsamenschalen gemischt mit wohlschmeckenden Kräutern und Weizenkleie. Hier findest du so ein Mash und kannst dir die Wirkung der Inhaltsstoffe auf die Darmgesundheit durchlesen:

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Mikroorganismen für den Pferdedarm: Fütterung mit frischen Pflanzen

Obwohl wir nicht wissen, welche Bakterien, in welcher Anzahl in einem gesunden Pferde Darm vorkommen, wissen wir, dass der Artenreichtum im gesunden Pferde Darm sehr groß ist. Der beste Weg, Artenreichtum zu fördern Ist, dein Pferd mit frischen Pflanzen zu versorgen. Ein zehnminütiger Snack Walk genügt, dass dein Pferd viele verschiedene Mikroorganismen aufnimmt, die sich in einem gesunden Milieu gut etablieren können.
Alina: Mir war es gar nicht klar, dass es so einfach ist, gesunde Mikroorganismen zu füttern. Ich hatte es zuvor mit der Zufütterung von Symbionten probiert, deren Empfehlung auf Darmfloraanalysen beruhten. Gebracht hat es nichts.

Sandra: Die Sinnhaftigkeit einer Darmflora Analyse beim Pferd ist tatsächlich nicht ausreichend geklärt. Letztendlich werden Mikroorganismen entnommen und außerhalb des Pferdekörpers angezüchtet. Wir erhalten somit keinen Überblick über die Gesamtheit der Mikroorganismen im Pferde Darm, lediglich über einen Teil. Wie repräsentativ dieser ist, ist die Frage. Ob man daraus wirklich darauf schließen kann, welche Mikroorganismen fehlen? Interessanter wäre hier eine Sequenzierung des Mikrobiom-Genoms. Diese Analysen sind allerdings noch nicht flächendeckend verfügbar, weshalb es für Pferdebesitzer nicht leicht ist, darauf zu zugreifen.

Eine herkömmliche Darmflora Analyse liefert allerdings drei Werte, die interessant sind: 1. den pH-Wert, 2. Pathogene Keime und 3. Sandbeimengungen. Für pH-Wert und Sandbeimengung gibt es allerdings auch Tests, die du zu Hause durchführen kannst.

Blutwerte nach der Darmtherapie

Alina: Völlig überrascht hat mich noch das Blutbild meines Pferdes nach unserer Darmtherapie. Obwohl ich so wenig zu gefüttert hatte, sahen seine Blutwerte noch nie so gut aus.

Sandra: Die Verbesserung seiner Blutwerte hat mich auch sehr gefreut, ich erlebe sie aber tatsächlich meistens. Eine individuell gestaltete Fütterung ist einfach etwas anderes als eine Fütterung auf Verdacht.

Alina: Mir hat die Verbesserung der Blutwerte natürlich sehr viel Sicherheit gegeben. Und zusammen mit den Tipps, die ich während der Therapie von dir erhalten habe, fühle ich mich nicht mehr wie eine unsichere Wendy, die auf jede Werbung hereinfällt und planlos vor lauter Angst abends im Bett, das nächste Zusatzfutter bestellt in der Hoffnung, dass irgendeines endlich hilft. Jetzt habe ich einen Werkzeugkoffer, den ich jederzeit nutzen kann, um meinem Pferd zu helfen, und fühle mich jetzt eher wie eine Worker-Wendy, die bei Beschwerden weiß, was zu tun ist.

Möchtest du den Darm deines Pferdes sinnvoll unterstützen?
Hier kannst du dir ein Zusatzfutter ansehen, dass die im Gespräch erklärte Wirkung hat:

Deine Sandra

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